Damit es an der Fasnacht nicht zum rechtlichen Nachspiel kommt

Was Spass machen sollte, ist immer auch mit Gefahren verbunden. An der Fasnacht kann es schnell zu rechtlichen Streitereien kommen. Der Helvetische Fasnachtsring HEFARI, ein Dachverband für Vereine, bietet deshalb Kurse an, in denen Fasnachtsvereinsmitglieder lernen, wie sie sich absichern können.

Zwei Männer, die verkleidet an einem Toitoi-WC stehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An grossen Fasnachtsanlässen braucht es viele Sicherheitsvorkehrungen. Keystone

Ziel der Kurse sei es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufzuzeigen, welche rechtlichen Probleme sich in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit ergeben können, zum Beispiel als Vorstandsmitglied einer Guggenmusik. Und diese sind laut Rechtsanwalt Thomas Häne vielfältig: Es könne zu Unfällen bei Umzügen kommen. Oder Ehrverletzungsklagen, weil sich jemand in der Fasnachtszeitung verunglimpft fühle.

Aus diesem Grund bietet der Helvetische Fasnachtsring HEFARI entsprechende Kurse an. Zweimal bereits hat Thomas Häne, welcher als Rechtsanwalt in Lachen arbeitet, solche Kurse geleitet. «Diese Kurse richten sich primär an Vorstandsmitglieder von Fasnachtsvereinen. Als Organ eines Vereins trifft einem eine besondere Verantwortung. Und bei Klagen oder strafrechtlichen Verfahren wird oft versucht, solche Personen auch zu belangen», sagt Häne.

«In der heutigen Zeit sucht man immer einen Schuldigen, wenn etwas passiert. Vermehrt sind Betroffene auch zu rechtlichen Schritten bereit. Deshalb muss man als Organ eines Fasnachtsvereins wissen, wo die Risiken sind.» Wenn etwas passiere, sollte laut Häne umgehend mit einem Rechtsanwalt oder einer juristisch versierten Person Kontakt aufgenommen werden: «Vorbeugen ist sicher besser als heilen.»