Spitäler spannen zusammen «Davon profitieren Patienten in Uri und Luzern»

Die Kantonsspitäler Uri und Luzern arbeiten in Zukunft enger zusammen. Sie dehnen ihre Kooperation im medizinischen Angebot sowie in der Aus- und Weiterbildung und in der Administration aus. Die Spitalverantwortlichen haben einen entsprechenden Rahmenvertrag unterzeichnet.

Ein Arzt in der Kardiologie. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der kardiologischen Abteilung des Luzerner Kantonsspitals werden künftig mehr Pateinten aus Uri behandelt. ZVG/LUKS

Schon heute arbeiten die beiden Kantonsspitäler in Luzern und Uri zusammen. Künftig sollen mehr komplexe Patientenfälle in der spezialisierten und hochspezialisierten Medizin von Uri ans Kantonsspital Luzern überführt werden. Die Nachbehandlung und Rehabilitation erfolge für die Urner Patienten weiterhin in ihrem Kanton.

«Davon profitieren Patienten und die Spitäler in beiden Kantonen», erklärt der Urner Spitaldirektor Fortunat von Planta. Die engere Zusammenarbeit ermögliche einerseits der Urner Bevölkerung Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung.

Auf der anderen Seite werde so das Kantonsspital Luzern als Zentrumsspital gestärkt. An beiden Orten würden teure Infrastruktur und medizinische Geräte besser ausgelastet. Zudem profitierten Ärzte in Luzern insbesondere in der Spitzenmedizin von höheren Fallzahlen und mehr Erfahrungen.

Für 2017 ist der Ausbau der Zusammenarbeit in der Fuss-Chirurgie, der Pneumologie und der Codierung geplant. Eine Kooperation besteht bereits in den Bereichen Akutgeriatrie, Kardiologie, Radiologie, Urologie, Angiologie und Handchirurgie.