Spitzensport-Zentrum in Zug «Der Sportler-Treffpunkt soll motivierend wirken»

In Cham soll Anfang 2020 ein Zentrum für Spitzensportlerinnen und -Sportler aus der ganzen Schweiz eröffnen. Das Unternehmen wird als Aktiengesellschaft (OYM AG) geführt, die in 100-prozentigem Besitz des EVZ-Präsidenten Hans-Peter Strebel ist. Das Aktienkapital beträgt CHF 2 Mio.

Ein Gebäude und ein paar wenige Bäume. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Visualisierung des Sport-Zentrums OYM in Cham. zvg

SRF News: Laut Pressemitteilung sei OYM schweizweit einzigartig. Ist es nicht vergleichbar mit dem Sportzentrum in Magglingen?

Hans-Peter Strebel: Magglingen hat auch eine Sportinfrastruktur. Diese ist allerdings etwas älter. Einmalig ist bei uns vor allem, dass wir Forschung betreiben. Und zwar im Dienste der Athletinnen und Athleten. Wir bieten da auch Labors für Tests etc. So können wir die Sportler individuell betreuen.

Der EVZ arbeitet und trainiert heute schon in diese Richtung. Was ist denn genau das Neue daran?

Das Neue ist die Kombination aus Wissenschaftlern, welche das Training begleiten und dem Sport. Das Trainings-Konzept wird von der Wissenschaft gemacht. Das ist ein neuer und sehr sehr attraktiver Approach für verschiedene Sportlerinnen und Sportler.

Geplant sind eine grosse Athletikhalle, eine Dreifachturnhalle, ein Eisfeld und Übernachtungsmöglichkeiten für Trainingslager. Wer neben dem EVZ wird denn dieses Zentrum nutzen können?

Es ist kein EVZ-Projekt, sondern ein Privatprojekt von mir. Der EV Zug ist allerdings ein wichtiger Mieter. Das Herzstück ist die riesige Athletikhalle. Ausserdem wird es ein spezielles Restaurant geben, in dem nebst dem Koch eine Ernährungswissenschaftlerin tätig sein wird. Es soll ein Treffpunkt werden für ganz unterschiedliche Spitzen-Sportlerinnen und Sportler. So ein Begegnungsort kann sehr motivierend sein.

Sie als Mehrheitsaktionär des EVZ wären wohl auch nicht traurig, wenn der EVZ dann als Nebeneffekt jede Saison im Playoff-Final steht?

Sicher nicht! (lacht) Eigentlich fing damals der Prozess ja damit an, dass ich gesehen habe, dass der EVZ eine bessere Infrastruktur braucht. Nun hat es sich allerdings in ein sportartenübergreifendes Zentrum für den Spitzensport entwickelt.

Das Gespräch mit Hans-Peter Strebel führte Radka Laubacher.