Die Demokraten der Wirtschaft tagen in Luzern

Die Genossenschaft ist eine uralte, demokratische Form von Unternehmen. Unter dem Namen «shared economy» ist es aber auch eine durchaus moderne Form. In Luzern treffen sich rund 100 Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt, um der Idee der Genossenschaften mehr Schub zu geben.

Im Vergleich zu den Aktiengesellschaften und den GmbH fristen die Genossenschaften in der Wirtschaft ein Nischendasein. Für Hilmar Gernet, Kommunikationschef der Raiffeisenbank-Genossenschaft, aber zu Unrecht: Bei Genossenschaften gehe es schliesslich «um die Idee von Mitbestimmung, Selbsthilfe und Selbstorganisation.»

Leider aber verstünden viele Berater diese Organisationsform nicht gut genug. An der Tagung in Luzern wolle man deshalb den Austausch zwischen Praktikern aus der Wirtschaft und den Forschern fördern.

Der Hauptunterschied zwischen Genossenschaften und Aktiengesellschaften liegt im Stimmrecht. Während bei einer Aktionärsversammlung das Kapital die Stimmkraft bestimmt, hat bei einer Genossenschaft jeder Teilhaber eine Stimme, egal wie viele Anteilscheine er besitzt. Zudem, betont Hilmar Gernet einen weiteren Vorteil, blieben die Erträge in die Genossenschaft und flössen nicht nach aussen ab.