Die «Luzerner Zeitung» im neuen Kleid

Neues Logo, neue Schrift, neuer Name: Nach 20 Jahren haben die «Luzerner Zeitung» und ihre Regionalausgaben ihr Kleid gewechselt. Auf das «Neue» im Namen der Zeitungen wird verzichtet. Hand in Hand mit der optischen Aufhübschung gehen Veränderungen in der Organisation der Blätter.

Pascal Hollenstein im Büro. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Seit gut vier Monaten ist Pascal Hollenstein publizistischer Leiter in Luzern und St. Gallen. SRF

Die Titelseiten der verschiedenen Zeitungen aus dem Haus der Luzerner Zeitung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der blaue «Schlirgg» und das «Neue» sind aus dem Titel der «Luzerner Zeitung» und ihren Regionalausgaben verschwunden. SRF

20 Jahre lang zierte der blaue «Schlirgg» den Zeitungskopf der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben. Der Farbklecks hat das Redesign der Zeitung nicht überstanden, genauso wie das «Neue» im Namen der Blätter. Die Zeitung heisse jetzt so, wie sie im Alltag längst genannt werde, schreibt der Chefredaktor der «Luzerner Zeitung», Jérôme Martinu, auf der Front der Montagsausgabe.

Das bisherige Layout der Zeitung stammte von 1996. Es wurde jetzt grundlegend überarbeitet. Neu wird die Zeitung sechsspaltig umbrochen, dadurch wirken die Texte luftiger. Neu sind auch Schriften und Farben. Insgesamt wirkt die Zeitung dezenter, das Erscheinungsbild ruhiger.

Nicht nur das Aussehen ist neu

Mit der Erneuerung der Blätter wird optisch vollzogen, was organisatorisch vorgespurt wurde. Die Zeitungen der LZ Medien erscheinen neu im gleichen Layout wie das «St. Galler Tagblatt» und seine Regionalausgaben. Beide Titel gehören zur NZZ-Gruppe.

Künftig wollen die beiden Zeitungen inhaltlich enger zusammenarbeiten. Das gemeinsame Layout ist ein erster Schritt. Schon heute werden einzelne Artikel ausgetauscht. Ziel ist ein gemeinsamer Mantelteil.

«Das ist ein grosses Experiment», sagt Pascal Hollenstein, seit Mai publizistischer Leiter der beiden Zeitungen. «Es ist in der Schweizer Mediengeschichte noch nie vorgekommen, dass zwei Zeitungen gemeinsam Inhalte für den Ausland-, den Inland- oder den Wirtschaftsteil produzieren.»

Normalerweise werde eine kleinere Zeitung von einer grösseren geschluckt und müsse dann übernehmen, was ihr vorgesetzt werde. Sollte das Experiment in Luzern und St. Gallen gelingen, könne das ein Modell für die Integration von Zeitungstiteln werden.

Kosten sparen

Gemeinsam erreichen die 14 Zeitungen der LZ-Gruppe und des St. Galler Tagblatts mehr als 565'000 Leserinnen und Leser. Das Zusammengehen der Titel hat auch einen wirtschaftlichen Grund. Man erhofft sich Einsparungen bei der Produktion, aber auch mehr Macht im Einkauf. Die Leser sollen von einer besseren Qualität der Blätter profitieren.