Die Nidwaldner SVP will einen dritten Sitz in der Regierung

Im Kanton Nidwalden geht die SVP mit drei Kandidaten in die Regierungsratswahlen. Die Basis hat am Freitag in Stans neben den beiden bisherigen Regierungsräten Ueli Amstad und Res Schmid Fraktionschef Martin Zimmermann nominiert.

Die drei SVP-Kandidaten: Ueli Amstad, Martin Zimmermann, Res Schmid. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die drei SVP-Kandidaten, von links: Ueli Amstad, Martin Zimmermann, Res Schmid. SRF

Der neue SVP Kandidat, Martin Zimmermann, Jahrgang 1969, ist Geschäftsführer und wohnt in Ennetbürgen. Seit 2006 gehört er dem Landrat seit an. Landwirtschafts- und Umweltdirektor Ueli Amstad holte 2008 den ersten Sitz für seine Partei in der Regierung, Bildungsdirektor Res Schmid ist seit 2010 im Amt.

Antrag auf 2-er Ticket abgelehnt

Die Nominationen war nach Angaben von Parteipräsident Christoph Keller unbestritten. Zuvor hatte die Basis mit 250 zu 3 Stimmen beschlossen, drei und nicht nur zwei Kandidaten zu nominieren. Den Wählern solle eine Auswahl geboten werden, sagte Keller.

Die SVP war die letzte Partei, die ihre Kandidaten für den Regierungsrat bestimmte. Dieser besteht heute aus drei Mitgliedern der FDP sowie aus je zwei der CVP und SVP. Hugo Kayser (CVP) und Gerhard Odermatt (FDP) treten nicht mehr an.

Kampf um FDP-Sitz

Im Zentrum der Wahlen steht die Frage, wer den freiwerdenden dritten Sitz der FDP erhält. Dieser ist von der Wählerstärke her nicht klar einer Partei zuzuordnen. Beansprucht wird der Sitz von FDP, CVP, SVP und den Grünen.

Die FDP möchte den Sitz mit Alfred Bossard verteidigen. Sie nominierte den ehemaligen Landrat neben ihren beiden Bisherigen, Gesundheits- und Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden und Baudirektor Hans Wicki.

Die CVP schickt Justiz- und Sicherheitsdirektor Alois Bissig sowie die beiden Neuen Othmar Filliger und Karin Kayser-Frutschi ins Rennen. Filliger ist Sekretär der Zentralschweizer Regierungskonferenz, Kayser Gemeindepräsidentin von Oberdorf.

Die Grünen hatten vor vier Jahren ihren Regierungssitz verloren. Sie möchten das Mandat zurückholen und nominierten Landrat Conrad Wagner für die Regierungsratswahlen. Gewählt wird am 23. März.