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Zentralschweiz «Die Uni Luzern kann nicht alles anbieten»

Der gebürtige Luzerner Bruno Staffelbach führt die Universität Luzern seit rund 100 Tagen als neuer Rektor. Er schätzt an der kleinen Uni die Möglichkeiten zur engen Zusammenarbeit und will, dass sich Luzern als humanistische Uni weiter profiliert.

Porträt Bruno Staffelbach
Legende: Bruno Staffelbach ist seit rund 100 Tagen Rektor der Universität Luzern. SRF

«Mir sagt das Persönliche der Uni Luzern zu, es ist aber auch die beste Voraussetzung für die Zusammenarbeit innerhalb der Universität», sagt Bruno Staffelbach.Vor seinem Amt als Uni-Rektor in Luzern war er fast 25 Jahre lang Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich.

Die Universität soll unter seiner Leitung in ihrer Ausrichtung keine Änderung erfahren. Aber es stünden Herausforderungen an: «Die neue Wirtschaftsfakultät soll sich entfalten können», sagt der 59-jährige Bruno Staffelbach. Zudem müsse sich Luzern mit dem geplanten Doppel-Master in Medizin beweisen. Ein Ziel, das Staffelbach besonders am Herzen liegt: Er will die Doktoratsstudien stärken: «Wer ein Doktorat in Luzern gemacht hat, wird weltweit zum Botschafter unserer Uni».

Lieber öffentliche als private Finanzierung

Wenn er wählen könnte, würde er eine neue Fakultät lieber mit öffentlichen Geldern finanzieren, sagt Staffelbach zur Tatsache, dass die neue Wirtschaftsfakultät durch Stiftungen, Firmen und Private finanziert wird. «Aber ich habe keine Berührungsängste.»

Die Uni Luzern müsse sich fokussieren, man könne nicht alles anbieten. «Luzern soll sich profilieren als die humanistische Universität», sagt Bruno Staffelbach.

Bund unterstützt neues Studium

Der «Joint Master» in Medizin, den die Universität Luzern zusammen mit Uni Zürich neu anbietet, soll junge Ärzte dazu animieren, nach ihrem Abschluss im Kanton Luzern zu arbeiten. Das neue Angebot kann mit Bundesbeiträgen von 7 Millionen Franken rechnen.