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Zentralschweiz Ein Jahr Gefängnis für Strassenrowdy

Ein 25-jähriger Raser ist im Kanton Luzern zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ein Jahr soll er unbedingt absitzen. Der junge Mann ohne Fahrausweis raste laut Anklage auf der Autobahn und flüchtete auf halsbrecherische Weise vor der Polizei.

Die Eingangstüre zum Kriminalgericht Luzern.
Legende: Der Autorowdy fuhr mit dem Auto aber ohne Führerausweis beim Strafgericht vor. SRF

Neben den unbedingten Freiheitsstrafe von zwölf Monaten kassierte der mehrfach vorbestrafte Verkehrssünder weitere 18 Monate auf Bewährung. Hinzu kommt eine Geldstrafe von total 900 Franken. Das am Mittwoch veröffentlichte Urteil des Luzerner Kriminalgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann stand vor Gericht, weil er bei einer Raserfahrt im Januar 2013 reihenweise Verkehrsregeln gebrochen hatte. Neben dem viel zu hohen Tempo fuhr er laut Gericht trotz verweigertem Führerausweis, hatte keine Versicherung, missbrauchte Kontrollschilder und missachtete Polizeikontrollen.

Laut Angaben der Luzerner Staatsanwaltschaft bretterte er nachts mit Tempi von bis zu 180 Km/h über die Autobahn A2 zwischen Basel und Sursee.

Er flüchtete er vor einer Polizeikontrolle und fuhr einem Polizisten über den Fuss. Mehreren Polizeipatrouillen gelang es nicht, den Beschuldigten auf der Flucht anzuhalten. Er schaltete bei seiner Flucht auf der Autobahn während der Fahrt die Lichter aus.

Ohne Ausweis zum Gericht gefahren

Der Verkehrssünder fuhr im Juli zum Gerichtstermin in Luzern mit dem Auto vor, obschon er keinen Ausweis besitzt. Zudem waren am Wagen Nummernschilder angebracht, die im Mai in Zürich geklaut worden waren. Der Autorowdy wurde gleich nach der Verhandlung in der Nähe des Gerichts auf einem Parkplatz vorübergehend festgenommen. Das Auto wurde sichergestellt.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    Bei der Raserfahrt verwendete der Mann einen roten BMW mit deutschen Kontrollschildern die er vom Wagen entfernte als er die Flucht zu Fuss fortsetzte. Handelt es sich um einen Deutschen Staatsbürger der aufgrund der Personenfreizügigkeit nicht ausgewiesen werden kann? Besten Dank an SRF für eine entsprechende Recherche.
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    1. Antwort von Simon Wiedmer (SimonW)
      Herr Christmann, der Täter war Schweizer. http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/zentralschweiz/lu/luzern/Nach-der-Gerichtsverhandlung-kam-die-Polizei;art92,784710
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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    Wie unbeholfen&überfordert sind unsere Richter? Bei all diesen absichtlichen, vorsätzlichen, provozierenden Taten ist die milde Strafe ein Hohn. Der Mann ist eine akute Bedrohung für die Bevölkerung. Eine Bombe die bald wieder spazieren fahren geht. Der Mann fordert den Staat sogar provokativ heraus! Was ist das für eine Justiz die sich derart vorführen lässt??? Der Mann soll in Einzelhaft/Isolation für seine Taten gebrochen werden. Und die Bevölkerung wäre vor dieser lebenden Bombe geschützt.
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    1. Antwort von Philipp Tällebach (iussi)
      Dies sind die Gesetze die eine solche Strafe vorsehen. Also können sie nicht die Richter als überfordert darstellen, sondern müsste man bei der Legislative anknüpfen. Diese Elenden Anschuldigungen gehen mir ziemlich auf die Nerven.
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    2. Antwort von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
      Die Richter haben sehr wohl die Möglichkeit in begründeten Fällen aufgrund der speziellen Umstände einer Tat die nicht 1:1 im Gesetz niedergeschrieben sind, erheblich vom Strafmass, dass im Gesetz vorderhand vorgesehen ist, aufgrund des Richterrechts abzuweichen. Das bedeutet aber eben mitdenken und natürlich mehr Arbeit.
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  • Kommentar von Sandro Bachmann (S. Bachmann)
    Unsere Rechtssprechung ist eine Schande und und Witz! Nicht nur im täglichen Konsum und Werbung werden wir belogen uind betrogen und die Hure der Wirtschaft, also die Politik und Justiz sieht darüber hinweg. Für eine alltägliche Bagatelle werden wir wie Verbrecher behandelt und denunziert, aber Betrüger, Psycho's und Co. kommen im verlogenen Polizeitstaat Schweiz erfahrungsgemäss billig weg.
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