«Ein Tiefschlag sondergleichen»

Der Wollerauer Gemeinderat wollte Abhilfe schaffen und den Bau von 60 günstigen Wohnungen ermöglichen. Daraus wird vorläufig nichts. Auf der Verwaltung blieb eine Beschwerde liegen.

Die Schwyzer Gemeinde Wollerau aus der Vogelperspektive. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gemeinde Wollerau möchte mehr günstige Wohnungen in der Gemeinde. Keystone

Das Geschäft musste deshalb von der Traktandenliste der Gemeindeversammlung gestrichen werden. Diesen Bericht der «Neuen Schwyzer Zeitung» bestätigt der Wollerauer Gemeindepräsident Ueli Metzger.

«Das ist ein Tiefschlag sondergleichen», sagt er gegenüber SRF. Wollerau kämpft wie viele andere reiche Gemeinden im Kanton Schwyz mit dem Problem, dass Einheimische kaum günstige Wohnungen finden können. «Das Problem ist in allen Gemeinden am Zürichsee akut», stellt Ueli Metzger fest.

Tendenziell mehr Einsprachen

Auch in der Ausserschwyzer Gemeinde Lachen wird der Bau von günstigen Wohnungen geplant. Das Projekt soll nächsten Frühling vorliegen. Einsprachen sind nicht ausgeschlossen. «Je mehr man verdichtet, desto höher ist das Potenzial von Einsprachen», beobachtet der Lachner Gemeinderat Antonio Prioli.

In Wollerau drängt derweil die Zeit. Bereits nächsten Frühling tritt das neue Raumplanungsgesetzes des Bundes in Kraft. Wer bis dann keinen rechtskräftigen Zonenplan hat, darf längere Zeit nicht neu einzonen.

Der Wollerauer Gemeindepräsident Ueli Metzger hofft, dass es für genossenschaftlichen Wohnungsbau eine Ausnahme geben wird. Die Vernehmlassung ist aktuell in vollem Gange.