Ein Zentralschweizer KMU in Zeiten des starken Frankens

Felss Rotaform mit Sitz in Triengen im Luzerner Surental beschäftigt 90 Personen. Diese müssen ab März mehr arbeiten für den gleichen Lohn. Dies ist eine der Massnahmen, die das Unternehmen getroffen hat, um im rauher gewordenen Umfeld des starken Frankens bestehen zu können.

Mann vor Maschine. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Felss-CEO Rolf Käser in der Produktionshalle. SRF

Felss produziert Komponenten, hauptsächlich für die Autoindustrie. Die Kundschaft sitzt fast ausschliesslich im Ausland. Der starke Franken, oder der günstige Euro, wirkt sich also massiv aus für das Unternehmen.

Felss Rotaform gehört als Tochterunternehmen zur Felss-Gruppe, einem Maschinenbau-Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland.

Für Rolf Käser, CEO der Trienger Firma, kam die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zum falschen Zeitpunkt. Er kritisiert die Nationalbank für ihren Entscheid im Gespräch mit Radio SRF denn auch deutlich.

Stellen werden nicht mehr besetzt

Felss hat für alle Mitarbeitenden Mehrarbeit bei gleichbleibendem Lohn angeordnet. Die Massnahme werde akzeptiert, erklärt Käser. Zudem wurde einem Kadermitarbeiter gekündigt, gewisse Stellen würden nicht mehr ersetzt, sagt Käser.

Die Firma hofft mit diesen und weiteren Massnahmen, die schwierigen Zeiten zu überstehen. Käser jedenfalls blickt optimistisch in die Zukunft und gibt sich überzeugt, dass Felss Rotaform auch in einigen Jahren noch Komponenten produzieren wird in Triengen.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr