«Es ist unmöglich Mediziner mit einer Schnellbleiche auszubilden»

Sie feiert ihren 10. Geburtstag - die Höhere Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie in Zug. Schweizweit ist sie die einzige, die kantonal anerkannte Fachschul-Diplome für Alternativmediziner vergibt. Das nächste Ziel von Schulleiterin Martine Cachin ist die Eidgenössische Anerkennung.

Alternativmedizinerin Martine Cachin mit Homöopathie-Ampullen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Martine Cachin ist ursprünglich Tierärztin. 1993 hat sie mit ihrem Mann die Homöopathie Schule in Zug gegründet. SRF

Die Höhere Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie sei eine Pionierleistung des Kantons Zug, sagt Martine Cachin, Schulleiterin des Lehrgangs Homöopathie. Eine Pionierleistung deswegen, weil keine andere Höhere Fachschule der Schweiz kantonal anerkannte Diplomlehrgänge für Alternativmediziner anbiete.

Das kantonale Gütesiegel sei zwar löblich, noch lieber hätte sie aber eine Eidgenössische Anerkennung. «Das würde für die Patientinnen und Patienten mehr Klarheit über die Qualität der Anbieter bringen», sagt Cachin gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF weiter.

Ausserdem wäre es ein erster Schritt hin zu Cachins Traum, dass die Alternativmedizin ein fester Bestandteil im Angebot öffentlicher Spitäler würde.

«  Die Nachfrage nach Alternativmedizin steigt. Dennoch wird besonders die Homöopathie immer die Geister spalten. »

Martine Cachin
Schulleiterin des Lehrgangs Homöopathie

Die Studierenden der Höhere Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie in Zug kommen aus der ganzen Schweiz und zum Teil aus dem Ausland. Sie nehmen viel Arbeit auf sich: So dauert der Ausbildungsgang Homöopath rund viereinhalb Jahre, mit über 6000 Lernstunden.