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Zentralschweiz «Es macht sich ein gewisser Frust breit unter den Lehrpersonen»

An der Tagung des Luzerner Lehrerinnen-und Lehrerverbandes in Sursee waren die Sparmassnahmen des Kantons klar ein Thema. Die Lehrpersonen auf der Volksschulstufe befürchten, dass auch bei ihnen einschneidende Massnahmen drohen könnten.

Eine Lehrerin unterrichtet ihre Klasse.
Legende: Die Sparmassnahmen des Kantons Luzern beschäftigen die Lehrpersonen. Keystone

An der Oberstufe will die Luzerner Regierung bei den Kantons- und den Berufsschulen mit einer Woche zusätzlichen Ferien 8 Millionen Franken einsparen. Von dieser Sparmassnahme sind die Lehrpersonen der Volksschule nicht betroffen.

An ihrer Tagung in der Stadthalle in Sursee wurden trotzdem Befürchtungen laut, dass in einer weiteren Runde auch die Volksschule betroffen sein könnte. «Ich frage mich wie lange es dauert, bis es auch bei uns heisst, macht einfach eine Woche zu», sagt Annamarie Bürkli, die Präsidentin des Luzerner Lehrerinnen-und Lehrerverbandes.

«Erbarmungsloser Spardruck»

An der Tagung der Lehrpersonen konnte Bildungsdirektor Reto Wyss nicht viel Hoffnung spenden. «Der Spardruck ist erbarmungslos und deshalb müssen die Steuern um eine Zehntelseinheit erhöht werden», warb er für die Steuererhöhung.

Viele Lehrerinnen und Lehrer sind sich bewusst, dass der Kanton sparen muss und dies auch bei der Bildung. Es mache sich aber eine gewisse Frustration breit. Gerade die Löhne seien ein Spielball des jeweiligen Budgets.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Als "Nichtlehrer" hatte und habe ich noch nie "Erbarmen" mit der Berufskategorie "Volksschul-Lehrer" gehabt! Wer hat (oder hatte) je einen solch guten und gesicherten Jahreslohn, plus fast 2 Monate Ferien pro Jahr (!), wie die Damen und Herren LehrerInnen? Das einzige, was den Lehrer(innen) als belastend und nervenaufreibend zu anerkennen ist, sind die Multikulti-Klassen! Dazu schweigen alle zwar stets und tabuisieren diese enormen Probleme weiterhin aus rein ideologischen Gründen!
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    1. Antwort von Josef Greter, Schenkon
      Lieber Herr Bolliger. Als Betroffener erwarte ich nicht, dass Sie Erbarmen haben mit den Lehrpersonen. Ich möchte Sie nur informieren (von wegen 2 Monaten Ferien): Das Bildungsdepartement schreibt: "Die jährliche Gesamtarbeitszeit entspricht jener der Angestellten der öffentlichen Verwaltung...von 1908 Stunden." Da wird's eng mit den 2 Monaten Ferien. Und eine weitere Information: Wir 'alten Lehrpersonen' mussten eine Lohnreduktion hinnehmen wegen Kürzung der Altersentlastung.
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