«Es schwammen sogar Enten auf dem Centrecourt»

Bei den Damen und den Herren holten die Teams aus Brasilien den Titel. 12‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten in den letzten sechs Tagen die Beachvolleyball-Matches im Stadion im Lido. Das regnerische Wetter forderte die Organisatoren.

Insgesamt 190 Athleten aus 49 Nationen kämpften im Lido Luzern an den U21-Beachvolleyball-Weltmeisterschaften um die Medaillen. Nicht um die Entscheidung mitreden konnte das Zentralschweizer Frauenteam Rohrer/Bachmann. Sie mussten das Turnier bereits in der Gruppenphase verlassen.

Trotzdem zieht OK-Präsident Marcel Bourquin eine positive Bilanz. «Die Matches waren auf einem spielerisch extrem hohen Niveau», sagt Bourquin im Gespräch mit Radio SRF.

Zu kämpfen hatten die Organisatoren mit dem Dauerregen. «Am Freitagmorgen schwammen sogar Enten auf dem Centrecourt», erzählt Marcel Bourquin. Der Weltverband sei der Ansicht gewesen, dass man hier nicht spielen könne. Dank der Hilfe der Feuerwehr hätten dann die Spiele trotzdem angepfiffen werden können. «Da haben die Vertreter des Weltverbandes ziemlich gestaunt.»

«  Bei uns wurde quasi Industriespionage betrieben. »

Marcel Bourquin
OK-Präsident

Finanziell macht sich Marcel Bourquin keine Sorgen. «Auf die Finanzen sollte das Wetter keinen grossen Einfluss haben.» Dank den Tagessponsoren seien die Zuschauereinnahmen abgedeckt. Über die detaillierten Zahlen werde man in rund eineinhalb Monaten verfügen.

Allgemein sei der Weltverband äusserst zufrieden gewesen mit der Durchführung in Luzern. Der Bericht eines Vertreters sei jedenfalls des Lobes voll. Die Promoter der weltweit grössten Turniere Klagenfurt und Gstaad seien auch vor Ort gewesen. «Sie haben quasi Industriespionage betrieben und wollen von uns das eine oder andere übernehmen.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 06:32 Uhr