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Zentralschweiz Externe Fachperson soll Vorwürfe rund um Polizei abklären

Nach den Vorwürfen gegen die Luzerner Polizei setzen die Sicherheitsdirektorin und der Polizeikommandant auf vertrauensbildende Massnahmen. Neu soll eine Whistleblowing-Stelle eingerichtet werden, damit Ruhe ins Korps einkehrt. Zudem sollen die Vorwürfe extern untersucht werden.

Legende: Video «Im Luzerner Polizei-Korps rumort es» abspielen. Laufzeit 8:38 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.07.2013.

Die Fälle müssten von externer Stelle aufgeklärt werden, sagte Regierungsrätin Yvonne Schärli an einer Medienorientierung. Sie müsse handeln, aber rechtsstaatlich korrekt, begründete sie ihre Zurückhaltung. Ziel sei es, das gute Bild, das die Bevölkerung von der Polizei habe, zu erhalten.

Die SRF-Fernsehsendung «Rundschau» hatte vor einer Woche berichtet, ein Luzerner Kaderpolizist solle seine Freundin verprügelt haben und 14 Monate später befördert worden sein.

Schon länger war bekannt, dass ein weiterer Kadermann der Polizei eine ihm unterstellte Mitarbeiterin sexuell genötigt haben soll. Am Mittwoch berichtete der «Tages-Anzeiger», dass ein vorbestrafter Luzerner Kaderpolizist befördert worden sei.

Whistleblower-Stelle einrichten

Auch Polizeikommandant Beat Hensler sprach sich für eine Aufarbeitung der Vorwürfe aus. Ob er in den fraglichen Fällen korrekt gehandelt habe, werde sich weisen.

Als vertrauensbildende Massnahme will Justizdirektorin Yvonne Schärli die Vorwürfe von externer Seite untersuchen lassen. Schärli hofft, dass bis Ende Woche klar ist, welche ausserkantonale Person die Vorwürfe gegen die Luzerner Polizei untersucht.

«Es ist aber nicht einfach, die geeignete Person zu finden - nicht zuletzt aufgrund des Anforderungsprofils», sagt Yvonne Schärli gegenüber SRF. Die Person müsse absolut unabhängig sein und sich zudem voll auf die Aufklärung konzentrieren können.

Yvonne Schärli kündigte weiter eine rasche Einrichtung einer Whistleblower-Stelle an, bei der Polizisten allfällige Misstände melden können. Schärli bekräftigte zudem, dass der Polizeikommandant «im Moment» noch ihr Vertrauen geniesse.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Max Übelhardt, Hochdorf
    Die systematischen Vertuschungen seitens des Kommandanten Henseler nehmen täglich ein noch grösseres Ausmass an. Das Vertrauen in die Führung der Luzerner Polizei hat längst den Tiefpunkt erreicht. Und trotz der mässiven gefestigten Vorwürfe hält die Regierungsrätin nach wie vor zum Kommandanten. Ich fordere die Luzerner Bevölkerung, die Korpsangehörigen und die Luzerner Politik auf, den Druck zu erhöhen, bis sämtliche belasteten Polizisten, der Kommandant und Frau Schärli abtreten müssen.
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  • Kommentar von Marlene zelger, 6370 Stans
    Das "gute Bild der Luzerner Polizei" ist angekratzt, auch bei mir!! Drei Strafklagen, eine davon von mir, gegen eine bei der Luzerner Polizei angestellten Person sind mir bekannt. Diese Person wurde zwar nicht befördert, sondern einfach an einen anderen Arbeitsplatz versetzt. Auch diese Person darf also aufgrund meiner heutigen Kenntnisse weiterhin bei der Luzerner Polizei arbeiten.
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    1. Antwort von Max Übelhardt, Hochdorf
      Sehr geehrte Frau Zelger Ich bitte Sie den Schritt zur Presse zu wagen und ihren Fall zu schildern - notfalls auch anonym. Je mehr Fälle zu den bereits veröffentlichen Skandälen dazukommen, desto grösser wird der Druck gegenüber den Verantwortlichen, welche derzeit alles daran setzen, die Öffentlichkeit, die Korpsangehörigen und die Politik mit angekündigten Pseudoschritten zu beruhigen. Ich bin persönlich überzeugt, dass noch viel mehr Leichen vergraben sind, die es aufzudecken gilt.
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