Kritik an Spitex-Leitung Feuer im Dach bei der Spitex Region Willisau

Die Spitex Region Willisau deckt 12 Gemeinden des Luzerner Hinterlands ab. Seit vor ein paar Monaten die Leitung gewechselt hat, herrsche ein diktatorischer Führungsstil. Das sagen Mitarbeiterinnen. Am Donnerstag kam es zur Kündigung einer Führungsperson. Der Vorstand stützt die neue Leitung.

Die Spitex Region Willisau betreut rund 500 Personen in 12 Gemeinden. In dieser Struktur gibt es sie seit drei Jahren.

Im Juli hat die Geschäftsleitung gewechselt, seit dem habe sich das Klima wegen des neuen, diktatorischen Führungsstils drastisch verschlechtert, sagt Giuseppe Reo von der Gewerkschaft Unia: «Die Leute werden nicht mehr mit Anstand behandelt, man hört ihnen nicht zu, nimmt sie nicht ernst und auf klare Fragen erhalten sie keine Antwort.»

Kündigung einer Führungsperson

Zum Eklat kam es, als einer Mitarbeiterin in einer Führungsposition gekündet wurde. Als Grund wurde mangelnde Loyalität gegenüber der Geschäftsleitung angegeben.

Als Reaktion auf die Kündigung und auf die schwelenden Konflikte wurde gestern Abend eine Personalversammlung abgehalten. Diese fordert den Rückzug der Kündigung und einen runden Tisch mit allen Beteiligten. Zudem wurde eine Unterschriftensammlung lanciert.

Vorstand stützt Leiterin

Beim Vorstand der Spitex Region Willisau sei man sich bewusst, dass es eine neue Führungskultur gegeben habe. Das sei jedoch normal, eine neue Leitung bringe immer auch Änderungen mit sich, sagt der Vorstandspräsident Beat Bisang. «Wir stehen aber hinter der neuen Geschäftsleitung, das ist diskussionslos. Sie hat immer eine gute Spitex vor Augen.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr