Finanzierung von Bädern: Neues Modell ist gescheitert

Der Gemeindeverband Luzern Plus muss eine Niederlage hinnehmen. Für die Finanzierung von Sportstätten in der Agglomeration wollte er ein neues Modell einführen. Die Delegierten erteilten diesen Plänen an der Versammlung jedoch eine Abfuhr.

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Bildlegende: Im Sportgebäude auf der Luzerner Allmend befindet sich das Hallenbad. Keystone

Der Gemeindeverband Luzern Plus, bei dem 25 Gemeinden rund um Luzern angeschlossen sind, wollte ein altes Problem lösen. Eisfelder und Bäder belasten einige wenige Gemeinden finanziell massiv, während viele andere von diesen Anlagen profitieren. Vor allem die Stadt Luzern, Emmen, Kriens, Weggis und Küssnacht werden aus Sicht des Verbandes stark belastet.

Mit einem neuen Modell wollte Luzern Plus eine gerechtere Finanzierung anstreben. Die Lasten sollten besser unter den Gemeinden verteilt werden. Die Kosten würden für jede Gemeinde gemäss ihrer Einwohnerzahl, der Anzahl der Anlagennutzer sowie der Distanz der Gemeinden zur jeweiligen Sportanlage berechnet.

Eine Mehrheit der Delegierten lehnte dieses Modell an der Versammlung jedoch ab. «Der Hauptgrund sind sicher die Gemeindefinanzen, da stehen vor allem kleinere Gemeinden nicht gut da», sagt Verbandspräsident Pius Zängerle gegenüber SRF.

Für die meisten Gemeinden im Verband entstünden beim neuen Modell Mehrkosten. Deshalb sei eine Lösung in naher Zukunft unwahrscheinlich. Die Konsequenz aus dem Nein der Delegierten: Es ist laut der Verbandsspitze wahrscheinlich, dass auswärtige Nutzerinnen und Nutzer bald höhere Eintrittspreise zahlen müssen als die Bewohner der Standortgemeinde.