«Flüchtlingswesen für Schwyz ein Nullsummenspiel»

In den letzten fünf Jahren hat der Kanton Schwyz Bundesbeiträge für das Asylwesen in der Höhe von 51 Millionen Franken erhalten. Die Ausgaben betrugen 42 Millionen. Der Regierungsrat betont aber, Schwyz bereichere sich nicht an den Flüchtlingen. Nicht berücksichtigt seien Ausgaben der Verwaltung.

Asylsuchende helfen Wanderwege flicken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Asylsuchende sanieren bei Muotathal Wanderwege. Keystone

Zwei SP-Kantonsrätinnen wollten in einem Vorstoss von der Regierung wissen, ob sich der Kanton Schwyz am «Asyl- und Flüchtlingswesen bereichere.» In ihrer Antwort verneint dies die Regierung.

Sie publiziert aber Zahlen der letzten fünf Jahre. Dabei erhielt Schwyz Bundesbeiträge für das Asyl- und Flüchtlingswesen in der Höhe von 51 Millionen Franken. Die Ausgaben für den Kanton beliefen sich im gleichen Zeitrauf auf 42 Millionen Franken.

Verwaltungskosten nicht eingerechnet

Der Kanton habe sich nicht bereichert, sagt Peter Reichmuth vom Volkswirtschaftsdepartement. Die Lücke von neun Millonen Franken erkläre sich damit, dass Schwyz unter anderem günstige Durchgangszentren für Asylsuchende habe.

Weiter seien Kosten in der Verwaltung nicht einberechnet, so beim Amt für Migration, bei der Justiz und der Polizei.