Meterhohe Flammen Grossbrand der Sägerei in Haltikon (SZ) hält Feuerwehr auf Trab

Nach einem Grossbrand in einer Sägerei im Bezirk Küssnacht sind auch am Dienstag noch weitere Löscharbeiten nötig. Die Flammen lodern in einem Holzlager noch weiter. Ein Grossaufgebot der Feuerwehr und ein Löschhelikopter stehen im Einsatz. Die Holzverarbeitungsfirma will ihre Produktion fortführen.

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Grossbrand hält Feuerwehr auf Trab

2:25 min, aus Schweiz aktuell vom 10.1.2017
  • In einem Holzverarbeitungsbetrieb in Haltikon bei Küssnacht ist am Montagnachmittag ein Grossbrand ausgebrochen.
  • Zwei Hallen brannten vollständig ab, Menschen wurden keine verletzt.
  • Die Löscharbeiten dauerten auch 20 Stunden nach dem Brandausbruch an.
  • Die Ursache für den Brand ist weiterhin unklar.
  • Gewässer in der Umgebung wurden durch Löschwasser belastet.

Es brenne noch immer in einer der beiden Produktionshallen, die als Holzlager diente, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Mike Schwegler an einer Medienkonferenz auf dem Brandplatz. Statisch ist die Halle instabil, deshalb könne man noch nicht ins Gebäude hinein.

Die grösste Herausforderung für die Löschkräfte war die Beschaffung von Wasser. Unter anderem wurden für Wasser aus dem Küssnachter Seebecken knapp drei Kilometer lange Leitungen verlegt.

Beim Brand erlitt ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen. Er wurde vor Ort ambulant verarztet.

«  Dieser Brand ist für uns natürlich ein Schock »

Ernest Schilliger
Geschäftsführer Schilliger Holz AG

Die Polizei nahm Ermittlungen auf und führte erste Befragungen durch. Den Brandort hätten die Branddetektive wegen des andauernden Feuerwehreinsatzes allerdings noch nicht betreten können, sagt die Polizei auf Anfrage.

Der Geschäftsführer Ernest Schilliger zeigte sich schockiert über den Brand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Geschäftsführer Ernest Schilliger zeigte sich schockiert über den Brand. SRF/Christian Oechslin

«Dieser Brand ist für uns natürlich ein Schock», sagt der Geschäftsführer der Schilliger Holz AG, Ernest Schilliger. Weite Teile der Produktion könnten aber trotz des Brandes aufrecht erhalten werden.

«Wir wollen den Betrieb so schnell als möglich wieder aufnehmen». Für die rund 40 betroffenen Mitarbeitenden innerhalb der Produktion werde geprüft, ob es für sie innerhalb des Betriebs eine andere Beschäftigung gebe. Das eigentliche Sägewerk, ein Rundholzlager, ein Hobelwerk, eine neue Sortierlinie sowie ein fast fertig gestelltes Leimwerk seien gerettet worden.

Wasser aus dem See zum Brandort transportiert

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Der betroffene Betrieb

Die Schilliger Holz AG existiert seit 1861. Schon 1962 erlitt die Sägerei einen Totalbrand. Der Betrieb beschäftigt an drei Standorten in Haltikon, Root (LU) und im französischen Volgelsheim (bei Colmar) 320 Festangestellte.

Die Strasse zwischen Küssnacht und Udligenswil bleibt wegen des Feuerwehreinsatzes noch auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Die Löscharbeiten dauern am Tag nach dem Brandausbruch noch an. Auch Löschflüge mit einem Helikopter, der Wasser aus dem Vierwaldstättersee über das Gelände fliegt, werden weitergeführt.

Gewässer in der Umgebung wurden durch Löschwasser belastet. Es seien Sperren errichtet worden. Zudem überwacht das Schwyzer Amt für Umweltschutz die Situation mit Proben.

Feuerwehr konnte Ausbreiten der Flammen verhindern

Das Feuer hatte in Haltikon, Bezirk Küssnacht am Rigi (SZ), zwei Hallen des grossen Holzverarbeitungsbetriebes zerstört. Der Brand war am Montag um 14:30 Uhr ausgebrochen.

Zwei Hallen niedergebrannt

1:06 min, aus Schweiz aktuell vom 9.1.2017

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand eine Halle bereits in Vollbrand, eine zweite brannte ebenfalls. Die Feuerwehr konnte ein Ausbreiten der Flammen auf weitere Gebäude verhindern.

Für die Umwelt bestand nach Angaben der Polizei keine Gefahr. Meldungen über vermisste oder verletzte Personen gab es keine. Die Mitarbeitenden des Betriebes hätten das Gebäude rechtzeitig verlassen können, teilte die Polizei mit.

Im Einsatz stehen die Stützpunktfeuerwehr Küssnacht, die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz, die Feuerwehren der Gemeinden Arth, Steinen, Steinerberg, Udligenswil und Meggen sowie die Feuerwehren der Städte Zug und Luzern und die Betriebsfeuerwehr VBS.