Sorgentelefon Zentralschweiz Immer mehr Junge wählen die Nummer des Sorgentelefons

Das Sorgentelefon 143 ist im vergangenen Jahr in der Zentralschweiz öfter angerufen worden als im Vorjahr. Insgesamt gingen knapp 14'000 Hilfeanrufe ein. Daraus ergaben sich rund 10'200 Gespräche, 300 mehr als im Vorjahr. Immer häufiger suchen junge Menschen Hilfe.

junge Frau mit Smartphone Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur noch virtuelle Freunde: Das macht jungen Menschen immer mehr zu schaffen. Keystone

Pro Monat suchten über 1100 Anrufer Rat bei dem von den Landeskirchen getragenen telefonischen Hilfsangebot "Die Dargebotene Hand" Zentralschweiz, wie diese am Donnerstag mitteilte. Im Durchschnitt dauerte ein Beratungsgespräch nicht länger als 30 Minuten. Immer mehr suchten wegen Problemen in der Alltagsbewältigung oder mit der Psyche Hilfe.
Ein Viertel der Ratsuchenden rief aus einer akuten Krise heraus an. Über ein Drittel waren zuvor unter einer dauernden Belastung wie etwa psychischen Problemen gestanden. Suizid und Suizidgefährdung dagegen beschäftigten etwa ein Prozent der Anrufenden.

Zunahme der Anrufe von einsamen Jugendlichen

Früher seien vor allem ältere Menschen von der Einsamkeit betroffen gewesen. Heute seien es auch Junge, da der moderne Medienkonsum oft nur virtuelle Kontakte zulasse und kein intaktes Umfeld wie eine Familie vorhanden sei.