Initiative gegen Axenstrassenausbau wird heftig kritisiert

Die Axenstrasse zwischen Brunnen und Flüelen soll für knapp eine Milliarde Franken saniert werden. Ein Komitee im Kanton Schwyz will das Grossprojekt mit einer Initiative zur Abstimmung bringen. Das verärgert die Kantone und die betroffenen Gemeinden.

Eine Grarfik in der rot die neue Linienführung der Strasse eingezeichnet ist. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So soll die Linienführung der neuen Axenstrasse dereinst aussehen. ZVG

«Das Projekt ist mit einer Milliarde Franken einfach zu teuer. Wir sind der Meinung, es gäbe auch eine günstigere Variante für die Sanierung der Axenstrasse. Ausserdem würde mit dem jetzigen Projekt die Kapazität für den Verkehr erhöht und dies widerspricht der Alpeninitiative», argumentiert Toni Reichmuth vom Initiativkomitee, welches das Grossprojekt mit einer Initiative zur Abstimmung bringen will.

Schon seit den 70er Jahren wird über eine Sanierung der Strasse diskutiert. Die Strasse ist eine wichtige Verbindungsstrecke zwischen Norden und Süden, gilt aber gleichzeitig auch als Nadelöhr, weil sie eng und kurvig ist. Ausserdem wird die Axenstrasse immer wieder von Steinschlägen bedroht. Deshalb wollen die Kantone Schwyz und Uri, sowie auch die Urner Gemeinde Sisikon, welche direkt an der Axenstrecke liegt, das Projekt vorantreiben.

«  «Die Situation im Dorf ist prekär» »

Thimotheus Abegg
Gemeindepräsident Sisikon

«So kann es nicht weitergehen. Wenn es im Sommer viel Verkehr hat, kommen wir weder ins Dorf hinein noch hinaus. Wenn es zum Beispiel brennen würde, hätte die Feuerwehr keine Chance zu reagieren bei diesem Verkehr. Deshalb haben wir auch kein Verständnis für die Initiative, die die Sanierung nur verzögert», sagt der Gemeindepräsident von Sisikon, Thimotheus Abegg.

Auch die beiden Direktoren der Baudepartemente der Kantone Schwyz und Uri haben kein Verständnis für die Initiative. Eine günstigere Variante für eine Sanierung sei kaum möglich, weil die Strasse in steilem Felsgebiet liege. Ausserdem habe man schon viel Geld für die Planung des Grossprojekts ausgegeben, eine Initiative würde nur noch mehr Kosten verursachen, so die beiden Baudirektoren.

Die Initiative, die das Grossprojekt im Kanton Schwyz zur Abstimmung bringen soll, ist in Vorprüfung. Sobald man die Zusage habe, werde man mit der Sammlung der 2000 Unterschriften beginnen. Die Abstimmung würde 2016 zustande kommen.

(Regionaljournal Zentralschweiz; 17:30 Uhr)