Jahrzehntelanger Kampf gegen ein Atom-Endlager im Wellenberg

Peter Steiner aus Stans kämpft seit über 30 Jahren gegen ein Endlager im Kanton Nidwalden. «Der Wellenberg ist für ein geologisches Tiefenlager ungeeignet. Dies wird nach der Nagra nun auch der Bundesrat einsehen», ist Peter Steiner überzeugt.

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Bildlegende: Peter Steiner glaubt, dass auch der Bundesrat den Wellenberg als Standort für ein Atom-Endlager aus dem Rennen nimmt. SRF

Nach dem neusten Vorschlag der Nagra sollen nur noch zwei Standorte für ein atomares Endlager weiter verfolgt werden. Es sind dies das Zürcher Weinland und der Bötzberg im Kanton Aargau. Der Wellenberg im Kanton Nidwalden wurde auf der Liste zurückgestuft.

Peter Steiner, Präsident des MNA, des Komitees für die Mitsprache des Nidwaldner Volks bei Atomanlagen, wertet dies als Erfolg des jahrzehntelangen Widerstandes. «Es war eine intensive, teils anstrengende und nervenaufreibende Zeit. Trotzdem habe ich nie daran gedacht aufzugeben. Das wäre fast so, wie wenn ich meine Familie verlassen hätte», sagt Steiner gegenüber Radio SRF.

Das Komitee soll vorderhand bestehen bleiben. Mindestens solange, bis der Bundesrat entschieden hat, wie er den Standort Wellenberg beurteilt.

Das MNA wurde 1986 gegründet, nachdem bekannt wurde, dass die Nidwaldner Regierung der Nagra das Kantonsgebiet als Standort für ein Atom-Endlager angeboten hatte.

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Endlager: Erleichterung am Wellenberg

3:43 min, aus Schweiz aktuell vom 30.1.2015

(Regionaljournal Zentralschweiz 17:30 Uhr)