Josef Hess will in die Obwaldner Regierung

Für die Nachfolge von FDP-Baudirektor Paul Federer gibt es eine erste Kandidatur: Josef Hess, Vizedirektor des Bundesamts für Umwelt, will im Kanton Obwalden Regierungsrat werden. Der 55-jährige Engelberger kandidiert als Parteiloser.

Porträt Josef Hess Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Josef Hess, Vizedirektor des Bundesamts für Umwelt, will Obwaldner Regierungsrat werden. Keystone

Der Forstingenieur und Verwaltungsrechtler sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, der Entscheid sei gefallen, er werde kandidieren. Hess ist seit 2013 Vizedirektor des Bundesamts für Umwelt. Eine Wahl als Regierungsrat wäre für ihn eine berufliche Rückkehr nach Obwalden.

Dort war er ab 1988 bis zu seinem Wechsel zum Bund in der Verwaltung in leitenden Funktionen tätig. Als Mitglied des kantonalen Führungsstabes war er bei der Bewältigung des Hochwassers Sachseln 1997, der Stürme Vivian 1990 und Lothar 1999, des Lawinenwinters 1999 und des Hochwassers 2005 im Einsatz. Auch als Regierungsrat könnte er seine Erfahrung in diesen Bereichen einbringen, sagte Hess gegenüber Radio SRF. Er sei von verschiedener Seite aufgefordert worden, sich eine Kandidatur zu überlegen; nun habe er sich dazu entschieden.

Kandidatur als Parteiloser

Seine Wahlchancen sieht Hess auch als Parteiloser intakt: «Ich habe zwar keine Partei als Hausmacht im Rücken, dafür aber auch keine parteipolitisch motivierten Gegner.» Zudem wäre es nicht das erste Mal, dass in Obwalden ein Parteiloser in die Regierung gewählt werde.

Die Wahl um die Nachfolge von Paul Federer (FDP) ist auf den 12. Februar 2017 angesetzt. Wahlvorschläge müssen bis am 12. Dezember 2016 eingereicht sein.