Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Kantonsräte fordern Abbruch von Schutzprojekt an der Reuss

Rund 50 Kantonsräte aus den Reihen von CVP, FDP und SVP wollen einen Marschhalt beim geplanten Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekt an der Reuss. Der Regierungsrat hingegen warnt vor einem Stopp des rund 176 Millionen Franken teuren Vorhabens.

Die Reuss soll mehr Platz erhalten - hier ein Abschnitt bei Honau.
Legende: Die Reuss soll mehr Platz erhalten - hier ein Abschnitt bei Honau. SRF/Christian Oechslin

Die Finanzierung des Gesamtprojekts sei nicht geklärt, monieren die Postulanten. Der Kostenverteiler zwischen Bund, Kanton und Gemeinden sei schon verschiedene Male verändert worden, was für die Gemeinden keine Planungssicherheit zulasse, heisst es in dem Postulat, zu dem Regierungsrat nun Stellung nimmt.

Bevor das Projekt weitergeführt werde, soll deshalb geklärt werden, welche Bundesbeiträge tatsächlich erhältlich seien und wie die restlichen Kosten aufgeteilt würden, fordert die breite Allianz aus verschiedenen Parteien.

Weiter soll der Regierungsrat prüfen, ob das Gesamtprojekt sich nicht auf den Hochwasserschutz beschränken soll. Das hätte weniger starke Eingriffe in die Natur und Landwirtschaft zur Folge, argumentieren die Gegner.

Verbauungen haben Lebensende erreicht

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, das Postulat abzulehnen. Der Handlungsbedarf sei gross und die Verbesserung der Hochwassersicherheit dringend, schreibt er in seiner Stellungnahme. Das Hochwasser von 2005 habe gezeigt, dass die Reuss viel Schaden anrichten könne. Und die 150-jährigen Verbauungen an der Reuss hätten ihr Lebensende erreicht.

Zudem schreibt die Regierung, eine Klärung der Bundesbeiträge sei durch einen Marschhalt nicht möglich. Denn das Subventionsgesuch an den Bund könne erst aufgrund einer rechtskräftigen Projektbewilligung eingereicht werden. Davor stelle der Bund weder Beiträge in Aussicht noch lege er die definitiven Beitragssätze verbindlich fest.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Tja, wenn es um den Schutz der Natur, respektive der Denaturierung der Uferlandschaften geht, geben sich auch die eher linkslastigen Parteien CVP und FDP als rechtsbürgerlich und spannen mit der SVP zusammen - am falschen Ort !!!!!!!!!! Der Trend, dass bei der Natur zugunsten anderen Belangen (!!!) gespart wird, darf nicht zur Norm werden. Es wäre anderswo noch viiiel grösseres Sparpotential vorhanden. Aber dort lassen FDP und CVP die SVP im Stich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen