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Kulturareal Südpol wächst Luzerner Sinfonieorchester stellt Pläne für Probenhaus vor

Der Neubau soll ein prägnantes bauliches Zeichen sein. Bei der Finanzierung ist das Orchester auf Kurs.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gebäude soll das Luzerner Sinfonieorchester proben können. Das Haus ist zudem als Zentrum der Kinder- und Jugendprojekte vorgesehen.
  • Die Verantwortlichen rechnen mit Kosten von 8 Millionen Franken. 5 Millionen wurden bisher von privater Seite zugesichert.
  • Mit der Stadt Luzern und der Stockwerkeigentümerschaft Südpol konnte ein Baurechtsvertrag ausgehandelt werden.
  • Der Spatenstich für das Projekt ist im Frühling 2018 geplant. Das Probenhaus soll Ende 2019 eröffnet werden.
Wie ein Handwerker eine Werkstatt braucht, brauchen wir einen Raum, wo wir an unserem Klang arbeiten können.
Autor: Numa BischofIntendant Luzerner Sinfonieorchester

Geplant ist ein eigenes Probenhaus für das Luzerner Sinfonieorchester. Im KKL Luzern gebe es zwar einen der weltbesten Konzertsäle, jedoch keinen richtigen Proberaum. Der Neubau bei Kriens soll die Heimatstätte des Orchesters werden. Zudem ist ein Zentrum für Kinder- und Jugendprojekte und eine Art Kompetenzzentrum für inklusive Musikvermittlung geplant.

«Wie ein Handwerker eine Werkstatt braucht, brauchen wir einen Raum, wo wir an unserem Klang arbeiten können», sagt Numa Bischof, Intendant des Luzerner Sinfonieorchesters im Gespräch mit Radio SRF. Der aktuelle Proberaum im KKL sei viel zu wenig gross für das Orchester.

Der Bau des Probehauses sei für das Orchester ein Meilenstein. «Wir bauen quasi für drei Generationen, da der Baurechtsvertrag für 75 Jahre abgeschlossen wurde», so Bischof.

Rund ein Drittel der 8 Millionen Franken fehlt zwar noch. Numa Bischof ist jedoch zuversichtlich, dass das restliche Geld auch noch zusammengetragen werden kann. «Das Projekt geniesst eine unglaubliche Sympathie.» Es brauche aber noch einen Schlussspurt, denn die Suche nach Sponsoren und Gönnern bedeute viel Arbeit.

Das ist im Probenhaus geplant

Die Architekten von Enzmann Fischer & Büro Konstrukt AG aus Luzern
haben ein prägnantes Gebäude mit einer angebauten Wendeltreppe entworfen. Es
wird zusammen mit der Musikhochschule und den Räumlichkeiten des Südpols den
Auftakt der Südallee zwischen Luzern und Horw bilden. Im Neubau untergebracht
sind zehn Einzelproberäume in der ersten Etage, drei Registerproberäume im
zweiten und der eigentliche Probensaal im dritten Obergeschoss. Mit 10,5 Metern
hat der Saal die höchste Raumhöhe, was auch von aussen am Geschoss ersichtlich
wird.

Musikcampus Südpol

Der Neubau des Probenhauses ist nicht das einzige Projekt, welches im Gebiet Südpol entsteht. Neben dem bereits bestehenden Musikhaus Südpol realisiert die Hochschule Luzern Musik ein neues Gebäude. Somit wird das Areal an der Arsenalstrasse zu einem Musikcampus.

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