Luzern schafft mehr Integrationsplätze für junge Flüchtlinge

Jugendliche, welche aus dem obligatorischen Schulalter sind, erhalten im Kanton Luzern ein eigenes Integrationsprogramm. Der Unterricht soll ihre Chancen auf eine Lehrstelle erhöhen. Weil die jetzigen 310 Plätze nicht mehr ausreichen, will die Regierung für 2017 zusätzliche Plätze schaffen.

Ein Asylsuchender löst eine Deutschaufgabe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit Integrationsprogrammen will man junge Flüchtlinge auf einen raschen Berufseinstieg vorbereiten (Symbolbild). SRF/Lea Schüpbach

Zugang zu diesen Plätzen haben Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene und Asylsuchende bis 25 Jahre, welche die Volksschule bisher nicht oder zu kurz besucht haben. In den Kursen lernen sie Deutsch und werden auf eine Lehrstelle vorbereitet.

100 zusätzliche Plätze

Von den Kursplätzen gibt es aktuell 310. Weil immer mehr junge Flüchtlinge in der Schweiz um Asyl suchen, reicht das Angebot nicht mehr aus. Deshalb schafft die Luzerner Regierung ab nächstem Jahr 100 zusätzliche Plätze.

Praktikumsstellen gesucht

Weiter sind ab 2017 zirka 150 Praktikumsplätze in der Wirtschaft notwendig. Gespräche mit der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz, sowie dem Kantonalen Gewerbeverband Luzern sind im Gang.

Die Massnahmen für das nächste Jahr kosten den Kanton 1,5 Millionen Franken. Bis 2020 rechnet Luzern mit Kosten von rund 12,5 Millionen Franken. Da das Geld des Kantons nicht ausreicht, fordert die Regierung mehr Geld vom Bund.