Luzern will keine Frauenquote

Der Luzerner Kantonsrat ist gegen eine Geschlechterquote von 30 Prozent in den kantonalen Strategie- und Aufsichtsgremien. Er hat eine Forderung der SP mit 79 zu 24 Stimmen abgelehnt.

Drei Männer und eine Frau, die zusammenstehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Luzerner Regierung will den Frauenanteil auch ohne Quote erhöhen. Keystone

Die SP verlangte, dass Frauen und Männer zu mindestens je 30 Prozent in den Aufsichts- und Strategiegremien vertreten sind, die vom Regierungsrat gewählt werden. Begründet wurde dies damit, dass geschlechtlich gemischte Gremien besser funktionieren würden.

Unterstützt wurde die SP von den Grünen und einem Teil der GLP. Angeführt wurde, dass es genug fähige Frauen für diese Gremien gebe, und dass die Frauen genug davon hätten, vertröstet zu werden.

Qualifikation nicht Quote

Die bürgerlichen Fraktionen hielten dagegen nichts von einer Quote. Man zeigte sich überzeugt, dass die Frauen aufgrund ihrer Fähigkeit entsprechende Positionen erhalten könnten. Der Kantonsrat hat das Anliegen mit 79 zu 24 Stimmen abgelehnt.

Frauenanteil erhöhen

Die bürgerliche Mehrheit des Parlamentes folgte damit der Regierung. Finanzdirektor Schwerzmann sagte, er wolle den Frauenanteil in den Gremien erhöhen, aber keine Quote.