Hilfswerk aus Luzern Luzerner Wasser als Quelle für Hilfe

Morris und Lior Etter gründeten die Hilfs-Organisation «Wasser für Wasser» und nehmen nun die Stadt Luzern mit an Bord.

Die Brüder Lior und Maurice Etter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Brüder Lior (links) und Morris Etter im im Restaurant Schlüssel. SRF/Nina Laky

Vor fünf Jahren gründeten Lior und Morris Etter die Non-Profit-Organisation «Wasser für Wasser». Ein familiärer Schicksalsschlag veranlasste die beiden, um die Welt zu reisen. Die prekäre Trinkwasser-Situation im afrikanischen Sambia veranlasste sie dazu, «Wasser für Wasser» zu gründen.

Mehr als 250 Gastrobetriebe beteiligen sich unterdessen an «Wasser für Wasser»: Sie verkaufen Leitungswasser und spenden den Erlös der Hilfsorganisation. 150 Büro- und Partnerunternehmen bieten Leitungswasser gegen eine Spende an. 100 Prozent aller Einnahmen, die aus dem Verkauf von Leitungswasser in der Schweiz stammen, fliessen in Projekte.

Über eine Million Franken hat die Organisation bisher in Trinkwasserzugänge und sanitäre Anlagen in Sambia investiert. 50'000 Menschen konnte ein Trinkwasserzugang ermöglicht werden, 200 Sanitärinstallateuren und Wasserversorgern eine Ausbildung ermöglicht.

Gönner und Stiftungen stützen den Verein finanziell, zudem erhält die Organisation Beiträge aus Corporate Resopnsibility Geldern. Die Brüder Etter arbeiten heute hauptberuflich für ihr Unternehmen und haben drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Zukunft wollen sie ihre Projektaktivität auf andere afrikanische Länder ausweiten.

«  Unser reflektierter Umgang hat sich auf das Team übertragen. Das weitere Wachstum macht uns kein Bauchweh.  »

Lior Etter
Mitgründer «Wasser für Wasser»

Zusammen mit der Stadt Luzern und Energie Wasser Luzern ewl haben Lior und Morris Etter auch das Projekt Lucerne Water realisiert. Via Homepage und App erfährt man mehr über die Trinkwasser-Situation in der Stadt Luzern. Das Portal zeigt auch, wo sich die städtischen Trinkwasser-Brunnen befinden.