Massnahmen gegen Verkehrschaos während der Schöllenen-Sanierung

Das Bundesamt für Strassen Astra will während der Sanierung der Gotthardstrasse zwischen Göschenen und Andermatt das Verkehrschaos eindämmen. Dafür sind unkonventionelle Massnahmen geplant.

Ein Bild aus der Luft der Schöllenen-Schlucht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gotthardstrasse in der Schöllenen wird für 105 Millionen Franken saniert. ZVG

Mit Hilfe eines Operators sollen die Lichtsignalanalgen bei den Baustellen in der Schöllenen gesteuert werden. Eine Person kann die Grünphasen der Ampeln vom Werkhof Göschenen aus regulieren, wenn das Verkehrsaufkommen gross ist. Ausserdem soll die Schöllenen während den Wochenenden in den Sommerferien für den Verkehr frei sein.

Das Trassee der Matterhorn-Gotthard Bahn soll sogar für eine kurze Zeit mit einem Betonbelag bedeckt werden, damit der Verkehr das Bahntrassee als Ausweichstrasse befahren kann. Diese Massnahmen werden von den betroffenen Gemeinden begrüsst.

«Starke Einschränkung»

«Wir sind froh, versucht das Astra alles Mögliche, damit Andermatt auch während der Sanierung gut erreichbar bleibt. Für uns als Tourismusort ist es sehr wichtig, dass der Verkehr läuft, eine solche Sanierung ist eine starke Einschränkung», so Roger Nager, Gemeindepräsident von Andermatt, gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

«Wir sind zuversichtlich, dass die Sanierung insgesamt gut über die Bühne gehen wird. Aber es wird sicher kleinere Probleme oder Kritik geben. Wir werden sicherlich immer wieder mit dem Astra das Gespräch suchen, damit die Verkehrssituation für alle erträglich ist», so der Urner Baudirektor Markus Züst.

Die Sanierung der Galerien, des Strassenbelags und des Tunnels Urnerloch, sowie der Bau eines neuen Radwegs kosten insgesamt 105 Millionen Franken. Die Kosten für die Sanierung der Nationalstrasse übernimmt der Bund. Baubeginn ist am 28. April.