Mehr Borkenkäfer in den Luzerner Wäldern

Wegen der aussergewöhnlich grossen Hitze stieg die Zahl der Borkenkäfer in den Luzerner Wäldern an. Im Vergleich zur Trockenheit von 2003 geht es dem Wald aber deutlich besser. Das hat vor allem einen Grund.

Ein Borkenkäfer auf einem Baumstamm Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Borkenkäfer haben sich wegen der anhaltenden Trockenheit stark vermehrt. Keystone

«Vor zwölf Jahren war der Wald noch immer stark geschwächt, als Folge des Sturms Lothar von 1999», sagt Thomas Abt, Luzerner Kantonsförster. «Dieses Jahr war der Wald in einem besseren Zustand, weil es schon länger keinen grösseren Sturm mehr gab.»

Deshalb könne der Wald auch den aktuell stärkeren Borkenkäfer-Befall besser verkraften. Trotzdem: An einigen Orten, vor allem im Norden des Kantons Luzern, seien deutlich mehr Nester des Schädlings festgestellt worden: «Die Borkenkäfer kann sich bei längerer Trockenheit besser entwickeln.»

Man beobachte die Situation jedoch genau, sagt Förster Abt: «Wenn wir die befallenen Bäume rechtzeitig entfernen, können wir verhindern, dass sich der Käfer weiter verbreitet.» Grössere Schäden seien jedenfalls bis jetzt noch nicht festgestellt worden.