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Zentralschweiz Mit der Kamera dabei, wenn Leute sterben

Der 41-jährige Luzerner Fotograf Fabian Biasio hat sich schon in mehreren Arbeiten mit dem Tod beschäftigt: in der Todeszelle eines Gefängnisses in Texas oder im Kosovo-Krieg.

Eine Frau und ihr aufgebahrter Bruder.
Legende: Kurz nach der Exekution im Gefängnis Huntsville, USA. Erstmals seit zehn Jahren darf Tina ihren Bruder berühren. Fabian Biasio

Der Luzerner Fotograf Fabian Biasio zeigt in der Heiliggeistkapelle in der Stadt Luzern seine Multimedia-Ausstellung «So ein schöner Tod?». Darin zeigt er Arbeiten aus Texas, wo er die Exekutionen im Gefängnis Huntsville mit der Kamera begleitete, aus dem Krieg im Kosovo, aus Varanasi in Indien, wo Gläubige auf den Übertritt ins Nirvana hoffen und - ganz aktuell - Bilder aus den letzten Lebenswochen seines Vaters.

«Mein Vater war immer stolz auf mich und meine Arbeit als Fotograf», erzählt der 41-jährige Fabian Biasio im Gespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz. «Er sagte: Mach Bilder, vielleicht kannst du sie einmal gebrauchen.»

«Eigentlich sind es Schnappschüsse»

Er habe dann jeweils bei den Besuchen fotografiert, eigentliche Schnappschüsse gemacht. Diese zeigt Fabio Biasio nun als Lichtbilder, ähnlich den Dias aus früheren Jahren. «Das passt gut. Es gibt den Bildern eine Leichtigkeit. Sie kommen. Und sie gehen. Wie das Leben.»

Die Ausstellung ist in der Heiliggeistkapelle Luzern, im Innenhof des Stadthauses, jeweils von 16 bis 21 Uhr.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Der junge Mann hat Mut.Wir verdrängen den Tod leider immer mehr, statt daran zu denken, dass der Sensemann zum Leben gehört. Wir sollten uns mehr damit befassen, als nur ans Geld verdienen denken. Es ist in der heutigen Zeit unglaublich viel möglich um das Sterben hinaus zu schieben, aber überlisten kann man den Tod nicht und das ist gut so. Aber ein anderes Verhalten den Menschen gegenüber könnte sich verändern.
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