«Mit einem Drucker hat das nichts mehr zu tun»

An einer Messe über die Möglichkeiten der sogenannten additiven Fertigung zeigen 70 Aussteller in Luzern, welche Möglichkeiten der 3D-Druck bietet. Es ist die erste Fachmesse in der Schweiz. Die Technologie weckt grosse Erwartungen.

Die Messe soll dem Publikum vermitteln, was heute mit der sogenannten additiven Fertigung, also mit 3D-Druckern herstellbar ist, was Realität und was Hype ist. Es handelt sich um Beispiele aus den Bereichen Werkzeugbau, Industrie, Maschinenbau oder Raum- und Luftfahrt. «Mit einem herkömmlichen Drucker haben die heutigen Geräte kaum mehr etwas zu tun», stellt Maschineningenieur Thomas Müller von der Messeleitung fest.

Schnelle Entwicklung

Zu sehen sind Kniegelenke oder Vasen aus Kunststoff oder Metallteile für den Maschinenbau. Es ist vor allem ein Fachpublikum, das sich über die neuesten Entwicklungen informiert. «Man darf den Anschluss nicht verpassen», sagen zwei junge Bauingenieure.

Aus «Neugier» zum 3D-Drucker

Seit zehn Jahren im 3D-Druckergeschäft ist der Stanser Marcus Risi. Aktuell hat er ein Modell der Region Luzern in Arbeit. Dieses Modell wird für die Raumplanung verwendet. Dabei können heute «ganze Verkehrsströme via Beamer» dargestellt werden, sagt Risi.

Zu seinem Geschäft mit dem 3D-Druck ist Risi aus lauter Neugier gekommen. Schon Ende der 1980er Jahre habe er seinen ersten Drucker für 70'000 Franken gekauft. Er hat ihn heute noch. Mittlerweile stellt Marcus Risi auch Kunststoffteile für die Luftfahrt her.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr.

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