Nach Evakuierung: 125 Luzerner können in ihre Wohnungen zurück

Die Bewohner eines Wohnblocks in der Stadt Luzern wurden vorübergehend evakuiert. Sie mussten mehrere Stunden in einem Feuerwehrgebäude ausharren. Der Grund: Oberhalb der Sagenmattstrasse hatten Sensoren Alarm wegen Felssturzgefahr ausgelöst.

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Evakuierung wegen Felsturzgefahr

2:41 min, aus Schweiz aktuell vom 19.1.2016

Die im Fels angebrachten Sensoren lösten um 02:45 Uhr Alarm aus. Diese Sensoren sind erst vor kurzem im Felsen angebracht worden, das Gestein wird aber schon seit 1992 regelmässig überwacht.

Nach dem Alarm rückte die Feuerwehr mit 80 Mann aus, evakuierte die 125 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnblockes an der Sagenmattstrasse und brachte sie vorübergehend ins Feuerwehrgebäude

Evakuierung aufgehoben

In den frühen Morgenstunden untersuchten Geologen den Fels. Sie gaben Entwarnung, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner wieder in das Haus zurück konnten. Auch das daneben liegende Gewerbegebäude wurde für die Arbeiter freigegeben. Die Bewegungen im Fels, die zum Alarm geführt hatten, seien wahrscheinlich «durch den Temperatursturz in den letzten Tagen» ausgelöst worden, sagt Geologe Beat Keller.

Wie die Stadt Luzern weiter mitteilte, bleibt der Zugang zur Sagenmattstrasse vorläufig gesperrt. Informationsposten vor Ort informieren über die aktuelle Lage. Für die Hauptverkehrsachsen besteht keine Gefahr. Der öffentliche Verkehr bleibt gewährleistet.