«Nerz» für Zuger Gemeinden klappt im zweiten Anlauf

Das neue Einwohnerregister Zug Nerz ist seit Montag in der Stadt Zug in Betrieb. Geplant ist, dass die übrigen Gemeinden nach einer Pilotphase ebenfalls umstellen. Damit soll die Leidensgeschichte der neuen Software für die Einwohnerkontrolle ein Ende finden.

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Bildlegende: Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler ist froh, dass dieses Software-Projekt nun zu einem Abschluss gekommen ist. Keystone

Ursprünglich war geplant, eine Software zu entwickeln, die auch in anderen Schweizer Gemeinden hätte eingesetzt werden können - eine Standardlösung für die Weitervermarktung. Die Zuger Regierung aber stoppte das Projekt unter dem Namen «EK V5» 2013 nach sechs Jahren. Der Kanton musste rund drei Millionen Franken abschreiben.

Der Entwicklungsstopp wurde heftig kritisiert und führte zu mehreren Vorstössen im Kantonsrat und schliesslich zur Bildung einer Kommission, welche die Hintergründe des Scheiterns untersuchte.

Der Kanton Zug nahm daraufhin die Neuplanung an die Hand und startete das Nachfolgeprojekt «Nerz, neues Einwohnerregister Zug».

Einführung gestaffelt

In der Stadt Zug sei die neue Software erfolgreich in Betrieb genommen worden, erklärte der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler am Montag. Der Kanton Zug und die elf Zuger Einwohnergemeinden werden das Programm in den nächsten Monaten gestaffelt einführen.