Neues Asylzentrum in Biberbrugg

Der Kanton Schwyz wird im November ein Durchgangszentrum für Asylbewerber eröffnen. Wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte, mietet er für fünf Jahre beim Bahnhof die Liegenschaft «Biberhof», die zuletzt gastronomisch genutzt worden ist.

Ein Asylsuchender versorgt sein Gepäck auf einem Schrank. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bald können Asylsuchende in den «Biberhof» einziehen (Symbolbild). Keystone

Der «Biberhof» in Biberbrugg bietet laut Mitteilung des Kantons Schwyz Platz für 60 bis 70 Asylbewerber. Mit Ausbauten könnten mittelfristig weitere 20 Plätze geschaffen werden. Betreut werden die Asylbewerber von der Caritas. «Wir können das Gebäude relativ kurzfristig per 1. Oktober mieten, müssen aber noch Vorbereitungen treffen, wie die Bereitstellung von Betten oder Schulungsräume einrichten», sagt der zuständige Regierungsrat Kurt Zibung gegenüber Radio SRF.

Die Liegenschaft werde schrittweise ab November in Betrieb genommen. Weil mehr Asylsuchende in der Schweiz kommen, hat auch Schwyz Mühe, genügend Unterkünfte bereit zu stellen.

«Biberhof» bringt Entlastung

Mit der neuen Unterkunft kann das Durchgangszentrum Grünenwald im Muotathal aufgegeben werden. Diese Einrichtung mit 40 Plätzen muss 2016 wegen baulicher Mängel geschlossen werden. Weitere Zentren gibt es in Morschach und Küssnacht, in Schwyz besteht eine Notunterkunft.

Der Kanton sichert zu, in Biberbrugg den Bezirksrat Einsiedeln und die Anwohner miteinzubeziehen. «Sobald wir mehr zum Betrieb wissen, ist für Oktober eine Bevölkerungsinformation vorgesehen», sagt Regierungsrat Kurt Zibung. Es gäbe immer ein grosses Bedürfnis an Informationen über Sicherheit und Betrieb. Zudem sei eine breit abgestützte Begleitgruppe vorgesehen, die aktuelle Anliegen aufnehmen kann.