Kleinwasserkraftwerk Bristen Neues Wasserkraftwerk in Uri geht Mitte Dezember ans Netz

Der Bau des neuen Kleinwasserkraftwerks Bristen am Chärstelenbach im Urner Maderanertal ist auf Kurs. Es soll ab Mitte Dezember erstmals Strom produzieren. Der Bau der Anlage war umstritten, weil sie in geschützter Landschaft liegt.

Beiges Haus vor einem Berg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit dem neuen Wasserkraftwerk will das EW Altdorf zusammen mit Partnern Strom für rund 3000 Haushalte produzieren. zvg

Die Installationen seien abgeschlossen und erste Tests erfolgreich verlaufen, teilte die Kraftwerk Bristen AG am Freitag mit. Ab Mitte Dezember soll die Stromproduktion mit der kleineren von zwei Maschinengruppen beginnen. Mit dem Schmelzwasser im Frühling soll auch die zweite Gruppe in Betrieb gehen.

Strom für 3000 Haushaltungen

Am neuen Wasserkraftwerk ist das Elektrizitätswerk Altdorf mit 60 Prozent beteiligt; weitere Partner sind der Kanton und die Korporation Uri sowie die Gemeinde Silenen. Die Anlage soll pro Jahr Strom für rund 3000 Haushalte produzieren. Die Kosten für das Kraftwerk liegen bei 18,5 Millionen Franken.

Einsprache eines unterlegenen Mitbewerbers

Dem Bau ging ein längerer Streit um die Konzessionsvergabe voraus. Ein Mitbewerber hatte Einsprache erhoben. Danach beschloss der Kanton klarere gesetzliche Regeln für die Vergabe in Konkurrenzsituationen.

Der Bau der Anlage stiess zunächst auch bei Umweltverbänden auf Widerstand. Der Chärstelenbach ist eines der wenigen noch weitgehend natürlichen Fliessgewässer der Schweiz. Das Gebiet steht unter nationalem Schutz.