Nidwaldner Firmen sollen weiter Kirchensteuer zahlen

Mit einer Verfassungsinitiative wollen die Jungparteien von FDP und SVP die Unternehmen von der Kirchensteuer berfreien. Der Landrat lehnt das Volksbegehren aber klar ab.

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Bildlegende: Blick auf die Pfarrkirche von Stans: Auch Unternehmen sollen in Nidwalden weiterhin Kirchensteuer zahlen. Keystone

18 der 26 Kantone erheben eine Kirchensteuer für Unternehmen. In Nidwalden beträgt die Abgabe rund 0,7 Prozent des steuerbaren Reingewinns. Dies sei tragbar, fand der Landrat, und empfiehlt den Stimmberechtigten mit 50 zu 5 Stimmen, an der Urne ein Nein einzulegen.

Finanzdirektor Hugo Kayser sagte, die Landeskirchen finanzierten sich über Steuern. Werde die Kirchensteuer für Unternehmen aufgehoben, würden der katholischen und der reformierten Kirche total 2,14 Millionen Franken fehlen.

Die Jungparteien von FDP und SVP begründeten ihren Vorstoss damit, dass Unternehmen nicht glauben könnten. Sie fanden im Rat aber nur wenig Unterstützung, mehrheitlich auch nicht von ihren Mutterparteien. Viele Unternehmen würden mitprofitieren, wenn es noch etwas Ethik und Moral gebe, hiess es etwa.