Nur ein Fünftel der Besucher des Luzerner Festes kauft Abzeichen

Das Luzerner Fest zog trotz kühler Temperaturen mit über 60 Bands und einem grossen Feuerwerk die erhofften 80'000 Besucherinnen und Besucher an. Was bei der Bilanz aber erstaunt: Nur rund ein Fünftel der Besuchenden ist bereit, für das Fest das «Eintritts-Ticket» zu kaufen.

Herz und Bändeli des Luzerner Fests Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur 17'000 von den 80'000 Besuchern des Luzerner Festes kauften auch die «Eintrittkarte». zvg

Dank der weitgehend trockenen Witterung hätten doch noch viele Leute das Luzerner Fest besucht, erklärt OK-Präsident Oliver Furrer gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Die Polizei musste bei mehreren Streitigkeiten und Schlägereien intervenieren, wie sie am Sonntag mitteilte. So kam es an der Robert-Zündstrasse zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Eine Person musste mit Schnittverletzungen ärztlich behandelt werden. Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen.

Konsumieren Ja - bezahlen weniger

Was auffällt: Die rund 200 Helferinnen und Helfer konnten nur gerade 17'000 Festabzeichen unter das Publikum bringen. «Offensichtlich ist das ein gesellschaftliches Problem, dass die Leute zwar gerne konsumieren, nicht aber sehen wollen, wie viel Aufwand dahinter steht und dass der Erlös zudem noch für einen guten Zweck ist», stellt OK-Präsident Oliver Furrer fest.

Zum ersten Mal begann das Fest mit Konzerten am Freitagabend. Für Unterhaltung sorgten während der zwei Tage 62 Bands und DJs auf 15 Bühnen in der Innenstadt. Der Reingewinn des Anlasse fliesst nach Angaben des Organisationskomitees an gemeinnützige Institutionen im Kanton Luzern.