Parlament will Hochwasserschutz an der Reuss überarbeiten

Der Luzerner Kantonsrat ist mit dem geplanten Hochwasserschutzprojekt an der Reuss nicht vorbehaltlos zufrieden. Einen Planungsstopp lehnte der Rat zwar ab, er orderte aber eine Überarbeitung des Projekts.

Bäume am Reussufer bei Honaus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Hochwasserschutz an der Reuss (hier bei Honau) beansprucht auch Landwirtschaftsland am Ufer. SRF

Othmar Amrein (FDP) wollte mit einem Postulat einen Marschhalt erreichen. Der Regierungsrat solle prüfen, ob das Projekt nicht auf den minimalen Hochwasserschutz reduziert und ob nicht auf die Renaturierungen verzichtet werden könnte.

Der Mehrheit des Rates ging dies zu weit. Ein Marschhalt würde das ganze Projekt gefährden, hiess es. Da das Projekt aber insbesondere bei Landwirten umstritten sei, ordnete der Rat eine externe Überprüfung an.

Forderung bereits erfüllt

Regierungsrat Robert Küng sagte, das Hochwasserschutzprojekt werde weiterentwickelt und von der ETH überprüft. Zu einem Hochwasserschutz ohne Renaturierung würde der Bund aber nicht Hand bieten.

Das Projekt erstreckt sich über 13 Kilometer von der Einmündung der Kleinen Emme in Emmenbrücke bis zu den Kantonsgrenzen zu Zug und Aargau in Honau. Es beansprucht rund 120 Hektaren Landwirtschaftsland und Wald. Das Bau- und Auflagenprojekt rechnet mit Kosten von 167 Millionen Franken.