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Pilotprojekt über 3 Jahre Die Stadt Luzern schafft Ausbildungsplätze für Flüchtlinge

Der Stadtrat finanziert Arbeitseinsätze in diversen Branchen. Er will auch Arbeitsplätze in der Verwaltung anbieten.

In der Stadt Luzern leben rund 1000 Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, die wirtschaftliche Sozialhilfe beziehen. Das Ziel des Stadtrates: Diese Personen sollen sich schneller in den Arbeitsmarkt integrieren. Für ein dreijähriges Projekt will die Stadt nun 1,5 Millionen Franken investieren. Drei Möglichkeiten werden geprüft:

  • Arbeitsplätze in der Stadtverwaltung sollen angeboten werden (eine bis zwei Lehrstellen und zwei bis vier temporäre Berufseinstiegs-Stellen). Mögliche Bereiche: Tiefbauamt, Dienstabteilungen Immobilien, Volksschulen und Informatik.
  • Die Stadt will extern Praktikums- und Arbeitseinsatzplätze finanzieren. Das sind Lehrgänge, die eine spätere Lehre ermöglichen. Ein Beispiel ist das Programm «Perspektive Bau» des Kantons Luzern.
  • Personen, die eine Arbeitsstelle gefunden haben, sollen über die Probezeit hinaus bis ans Ende des ersten Anstellungsjahres begleitet werden. Diesen Auftrag vergibt die Stadt an einen externen Anbieter.

Ein Jahr vor Ablauf des Projekts soll es eine Evaluation geben. Dann soll entschieden werden, ob das Programm verlängert wird, heisst es im Bericht des Stadtrats.

Die Massnahmen sind für die Jahre 2018 bis 2020 geplant. Die Sozialkommission behandelt am Donnerstag den Bericht und Antrag des Stadtrats, im Oktober berät das Parlament über die Pläne.

Sozialdirektor Martin Merki betonte, Integration müsse möglichst früh einsetzen, sodass Flüchtlinge bestenfalls in den ersten zehn Jahren bereits auf eigenen Beinen stehen würden.

So verteilen sich die Kosten auf das Projekt

Lehr- und Berufseinstiegs-Stellen in der Stadtverwaltung
1-2 Lehrstellen, 2-4 Berufseinstiegs-Stellen für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene
210'000 Franken
Finanzierung Arbeitseinsatzplätze
40-70 Plätze werden finanziert
990'000 Franken
Unterstützung im Job über Probezeit hinaus
Begleitung von 70 Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen pro Jahr
300'000 Franken


1'500'000 Franken

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    Und unsere Schweizer Jugend bleibt nach der Lehre arbeitslos, obwohl sie eine Fachausbildung hatten. In der Schweiz gibt es auch schwächere Schulabgänger die froh wären man würde ihnen helfen. Und hört endlich auf diese Illegalen, oft ohne Papiere eingereiste Flüchtlinge zu nennen, denn das sind sie nicht!!! Rings um die Schweiz sind sichere Länder, in der EU sind wir auch nicht, also müssten wir gar keine Illegale aufnehmen
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Wir werden den Schweizerinnen und Schweizern staatspolitisch erklären müssen, warum sie dann heiraten müssen, damit ihr ausländischer Lebenspartner in die Schweiz einreisen und hier arbeiten und leben darf. Wenn wir beginnen, die Kollateralschäden von Kriegen der Rüstungsindustrie in Rechnung zu stellen, werden Kriege aufhören. So lange Krieg rentiert, wird es Flüchtlinge geben. Diesen zu helfen ist richtig. So zu tun als wären wir Kriegen ausgeliefert wie Naturgewalten, ist falsch.
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