Polizeischule Hitzkirch will Lehren ziehen aus der Vergangenheit

Misstrauen und Meinungsverschiedenheiten in der Schulleitung. Das hat dazu geführt, dass der langjährige Direktor der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch geht per Ende März geht. Vor der Suche nach einem neuen Direktor wollen die Verantwortlichen Anpassungen vornehmen.

Polizisten führen in einer Übung einen Demonstranten ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Polizisten bei der Ausbildung. Was bietet die Schule Hitzkirch künftig an? Diese Frage spaltete die Schulleitung. Keystone

Direktor Christoph Tanner sei zu wenig spürbar im Tagesgeschäft. Vor allem aber habe er nicht die gleichen Zukunftspläne für die Interkantonale Polizeischule Hitzkirch. Diese Kritik äussern die elf Polizeikommandanten der Kantone, die an der Schule angeschlossen sind. Sie sind ebenfalls für den Schulbetrieb verantwortlich.

Künftige Aufgaben als Knackpunkt

Unterschiedliche Meinungen hatten Tanner und die Polizeikommandanten zum Beispiel bei der Frage, was künftig zur Grundausbildung eines Polizisten gehören solle. Oder wie die finanziellen Rahmenbedingungen der Schule sind.

Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen zeigt sich: Auch die Zusammenarbeit zwischen den dem Direktor und den Kommandanten wurde immer schlechter. Ein Grund dafür ist, dass die Zuständigkeiten und Abläufe in der Schulleitung nicht ganz klar sind oder nicht eingehalten wurden.

Lehren ziehen

Bald wird die Stelle des Direktors ausgeschrieben. Vorher wollen die Kommandanten zusammen mit den politischen Verantwortlichen, die so genannte Konkordatsbehörde, das Pflichtenheft des Direktors überarbeiten. Ausserdem werden die Kommandanten bei der Beurteilung der Bewerber mitreden. Die eigentliche Wahl des neuen Direktors der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch trifft dann die Konkordatsbehörde.