Preis wegen Asylpolitik von Guido Graf abgelehnt

Recht überrascht waren die Organisatoren des Prix Benevol über die Ablehnung des Preises für die Gruppe Mondoj Luzern. Die jungen Aktivisten engagieren sich für Menschenrechte und gegen Rassismus. Aufgrund der Asylpolitik von Jurymitglied und Regierungsrat Guido Graf lehnte Mondoj den Preis ab.

Die Luzerner Gruppe Mondoj setzt sich gegen Rassismus und für offene Grenzen ein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Luzerner Gruppe Mondoj setzt sich gegen Rassismus und für offene Grenzen ein. zvg

Benevol Luzern zeichnet jeweils Freiwilligenarbeit aus. Unter den diesjährigen Preisträgern befand sich die Gruppe Mondoj aus Luzern. Diese organisieren für Ausländerinnen und Ausländer Sprachkurse oder kochen gemeinsam. Für diese Arbeit wurde die Gruppe ausgezeichnet.

Gross war die Überraschung bei den Organisatoren, als Mondoj den Preis ablehnte. Grund dafür ist die Asylpoltik des Jurymitgliedes und Luzerner Regierungsrates Guido Graf. Sein Brief nach Bern wegen den eritreeischen Asylsuchenden «fördere eine fremdenfeindliche Stimmung», ist Lukas Moor von Mondoj überzeugt.

Asylnetz erhält Geld

Regierungsrat Guido Graf will sich auf Anfrage zum Thema nicht äussern, um das Thema «nicht zu verpolitisieren». Das Preisgeld von 500 Franken überweisen die Organisatoren des Prix Benevol auf Wunsch von Mondoj dem Verein Asylnetz.