Rothorn-Projekt: Fliessen trotzdem öffentliche Gelder?

Die Bergbahnen Sörenberg planten ein 35-Millionen-Projekt, um die Skigebiete Sörenberg und Brienzer Rothorn zu verbinden. Jetzt hat der Verwaltungsrat das vorgesehene Projekt redimensioniert. Trotzdem zieht der Kanton versprochene Unterstützungs-Gelder nicht zurück.

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Bildlegende: Noch ist nicht vollständig klar, ob der Kanton an seinem gesprochenen NRP-Darlehen festhält. ZVG

Am Brienzer Rothorn sollte eine neue Gondelbahn für acht Personen gebaut werden, zudem ein neues Bergrestaurant, zwei neue Sessellifte, ein neuer Skilift sowie Beschneiungsanlagen. Ausserdem hätten bestehende Lifte zum Teil ersetzt werden sollen.

Die Verantwortlichen rechneten mit Kosten von total 35 Millionen Franken. Der Kanton Luzern sprach dafür einen Beitrag von 6 Millionen. Am Mittwoch gab der Vewaltungsrat der Bergbahnen Sörenberg jedoch bekannt, dass er das Projekt nicht in der geplanten Form umsetzen werde: Grund seien mehrere Einsprachen, die Änderungen am Projekt nötig gemacht hätten. Das überarbeitete Projekt würde 7 bis 8 Millionen Franken teurer und sei deshalb weder finanzierbar noch wirtschaftlich tragbar.

Stattdessen soll das Projekt ab 2017 in Etappen umgesetzt werden. Ganz auf Eis gelegt wird aber das Herzstück des Projekts, die Gondelbahn auf das Brienzer Rothorn.

Projekt sistiert - gibt der Kanton trotzdem Geld?

Dies unterscheidet sich deutlich von den Plänen, für die der Luzerner Kantonsrat im Herbst 2015 6 Millionen Franken gesprochen hatte. Laut Regierungsrat Robert Küng werde der Beitrag jetzt nicht sofort gestrichen: «Die Unterstützung im Kantonsrat für das Projekt war gross. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Geld fliessen wird, wenn der Verwaltungsrat der Bergbahnen Sörenberg an einer Vorwärtsstrategie festhält».

In Bezug auf die Realisierung des Herzstücks, die Gondelbahn auf das Brienzer Rothorn, seien aber Gespräche nötig: «Es braucht eine politische Beurteilung, damit wir mit gutem Gewissen am Kantonsratsentscheid festhalten können».