Salle Modulable soll Seezugang in Luzern nicht beschneiden

Das geplante grosse Musiktheaterhaus wird viel Platz beanspruchen. Das ist klar, nachdem die Initianten am Dienstag die groben Pläne vorgestellt haben. Nicht erfreut zeigen sich nun die Landschaftsschützer. Denn für die Salle würde ein Teil des Inseli-Parks, direkt am See, wegfallen.

Der Inselipark in der Stadt Luzern, direkt am Vierwaldstättersee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hier, auf dem Inseli in Luzern, soll das moderne Musiktheaterhaus gebaut werden. SRF/Silvan Fischer

Ein Jahr lang haben Experten untersucht, ob und wie ein grosses Musiktheaterhaus in der Stadt Luzern realisierbar wäre. Am Dienstagvormittag dann stellten Stadt und Kanton Luzern sowie die Initianten der Salle Modulable die Studie vor. Das Ergebnis: Der Standort beim Inseli sei am besten geeignet um das Projekt zu realisieren.

«  Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Salle Modulable. »

Urs Steiger
Präsident Landschaftsschutz Vierwaldstättersee

Kosten würde das vielseitige Gebäude über 200 Millionen Franken. Entsprechend ist die Finanzierung der Salle eine der grössten Hürden. Aber auch die Reaktionen auf den Standort-Entscheid zeigen: Die Politik wird das Projekt nicht einfach gutheissen. Vor allem die linken Parteien kritisieren, dass die Salle Modulable einen Teil des Inseli-Parks beanspruchen würde. Als Kompensation ist allerdings vorgesehen, dass der Car-Parkplatz dort weichen müsste.

In die gleiche Kerbe wie die linken Parteien schlägt nun der Verband Landschaftsschutz Vierwaldstättersee. Deren Präsident Urs Steiger sagt: «Wir wollen das Projekt nicht grundsätzlich verhindern und sind gesprächsbereit.»

Der Stadtrat beschwichtigt

Steiger weist aber darauf hin, dass bei der weiteren Planung auch der Umgebung genügen Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. «Nach den jetzigen Plänen würde das Gebäude wohl einen ziemlichen Schatten auf den Inseli-Park werfen. Es muss auch gewährleistet sein, dass der Seezugang nicht beschnitten wird.»

Diese Bedenken kennt die zuständige Stadträtin Ursula Stämmer. Sie sagt: «Die Salle Modulable wird sicher nicht direkt an den See gebaut. Bezüglich Seezugang gibt es keine Veränderungen.» Zur Kritik des Verbands, er sei bisher nicht in den Planungsprozess einbezogen worden, sagt Stämmer: «Es war bewusst so geplant, dass nur der Kanton und die Stadt Luzern politisch mitreden konnten.» In der nächsten Phase würden nun die Einwände der verschiedensten Interessengruppen abgeholt.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr