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Zentralschweiz Schwyz rechnet trotz Steuererhöhung mit Defizit

Der Kanton Schwyz kommt nicht aus den roten Zahlen: Auch für das nächste Jahr rechnet Schwyz mit einem Defizit von 53,7 Millionen Franken. Dies trotz einer Steuererhöhung von 145 auf 170 Prozent pro Einheit. Ohne höhere Steuern läge das Defizit bei 121 Millionen Franken.

Legende: Video Steuerparadies in Bedrängnis abspielen. Laufzeit 4:42 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 24.09.2015.

Die Finanzaussichten des Kantons Schwyz bleiben düster. Weil der Regierungsrat bis 2019 mit immer grösseren Defiziten rechnet, arbeitet er an zusätzlichen Sparrunden und plant höhere Steuern ein.

Steigende Kosten erwartet

Im laufenden Jahr ist ein Minus 65,5 Millionen Franken budgetiert. Für 2016 müssten aber die Erwartung an die Steuereinnahmen um 47,8 Millionen gesenkt werden, heisst es der Mitteilung des Kantons. Zudem steige der Beitrag an den Nationalen Finanzausgleich und zusätzlich fielen Kosten für den Ausbau der Bahninfrastruktur an.

Der Kanton soll entlastet werden, indem finanzstarke Gemeinden stärker zur Kasse gebeten werden. Auch Sparanstrengungen in den Departementen und eine Reduktion beim Personal haben Einsparungen gebracht.

Schwyz spart weiter

All diese Massnahmen reichen aber längerfristig nicht aus. Die Schwyzer Regierung will darum weiterhin rigoros sparen. Sie prüft, wo Leistungen gestrichen oder Kosten abgewälzt werden können. Zudem arbeitet sie an einer Steuergesetz-Teilrevision. Über die Vorschläge der Regierigung berät das Kantonsparlament im Dezember.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Der Neue Finanzausgleich ist eine unfaire Sache. Der Bundesrat steht hinter den Nehmerkantonen und gegen die Geberkantone, die er dauernd mit höheren Beiträgen belastet. ich weiss nicht, ob eine Volksabstimmung sinnvoll wäre, da die Solidarität zwischen den Almosenempfängern und -Spendern nicht gerade gross ist. Wir Geberkantone sollten einfach streiken und nichts mehr einzahlen, bis der Bundesrat eine faire Lösung bereit hält und die Geberkantone artgerecht entlastet.
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