Schwyzer Familien sollen erneut höhere Zulagen erhalten

Die Regierung schlägt dem Kantonsrat vor, den Beitragssatz der Familienausgleichskasse zu senken und zugleich die Familienzulagen zu erhöhen. Dies ist bereits die zweite Runde, die beiden Beiträge wurden schon auf das Jahr 2015 angepasst.

Vater, Mutter und zwei Kinder am Spielen auf einer Rutschbahn Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ab 2017 sollen Familien im Kanton Schwyz jeden Monat 10 Franken Zulagen mehr kriegen. Keystone

10 Franken mehr: Künftig soll die Kinderzulage 220 Franken pro Monat betragen, die Ausbildungszulage 270 Franken. Ausserdem will die Regierung den Beitragssatz der Arbeitgeber an die Familienausgleichskasse um 0,1 auf 1,4 Prozent senken.

Der Grund dafür liegt im Gesetz: Dieses gibt vor, dass eine Schwankungsreserve gebildet und der Beitragssatz gesenkt wird, falls die Reserven 50 Prozent der Jahresausgaben übersteigen. In den vergangenen vier Jahren hat der Reservefonds diesen gesetzlichen Schwellenwert jeweils überschritten.
Um einen Abbau des Reservefonds einzuleiten, wurde der Beitragssatz schon auf das Jahr 2015 um 0,1 Prozent gesenkt und die Familienzulagen um 10 Franken pro Monat erhöht.

Nun will die Schwyzer Regierung diese Massnahme erneut treffen. «Einerseits wird somit die Wirtschaft entlastet, weil die Arbeitgeber weniger Beiträge zahlen müssen, und zugleich trägt diese Lösung zu einer Stärkung und Unterstützung der Familien bei, die höhere Leistungen erhalten», sagt die zuständige Regierungsrätin Petra Steimen. Entscheiden wird schlussendlich der Kantonsrat, die Vorlage wird vorausslichtlich im Herbst diesen Jahres behandelt.