Schwyzer Regierungsrat rückt nicht ab vom Axen-Projekt

Der Schwyzer Regierungsrat will nicht gegen den Ausbau der Axenstrasse weibeln. Er lehnt die Initiative «Axen vors Volk - Für Sicherheit ohne Luxustunnel» ab, wie er am Donnerstag mitteilte. Der Bau des Sisikoner und Morschacher Tunnels liege im Interesse des Kantons.

Ein Flugbild der Axenstrasse entlang des Vierwaldstättersees. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Strasse entlang dem Axen am Vierwaldstättersee soll saniert werden. ZVG

Die im April 2015 eingereichte Initiative verlangt, dass sich die Behörden des Kantons Schwyz mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Bau der neuen Axenstrasse zwischen Brunnen SZ und Flüelen UR einsetzen solle. Das Tunnelprojekt solle nicht realisiert werden, sondern die bestehende Strasse saniert werden.

Der Regierungsrat kritisiert, dass die Initiative suggeriere, dass das Stimmvolk über die Fertigstellung der A4 am Axen mitentscheiden könne. Tatsächlich entscheide aber der Bund über den Bau der neuen Strasse. Die Initiative könne daran nichts ändern.

Falls die Initiative vom Stimmvolk angenommen werde - der Bund aber bei den Ausbau-Plänen bleibe, so müsste Schwyz trotzdem zahlen, sagt Baudirektor Othmar Reichmuth: «Wir könnten zwar nicht mehr mitplanen, bekämen am Schluss aber trotzdem die Rechnung dafür».

Der Bund habe noch nie ein Nationalstrassen-Projekt gegen den Willen einer Region durchgesetzt, kontert Andreas Marty, Co-Präsident des Axenkomitees.

Im Frühling behandelt der Schwyzer Kantonsrat die Initiative «Axen vors Volk - Für Sicherheit ohne Luxustunnel» - bis im Herbst 2016 soll das Stimmvolk darüber entscheiden.