Venezuela schuldet Geld Seilbahnbauer Garaventa: «Wir werden rote Zahlen schreiben»

Im aktuellen Geschäftsjahr erwartet der Seilbahnbauer Garaventa mit Sitz in Goldau rote Zahlen. Grund für diese Prognose sind 13 Millionen Euro Schulden, die der Staat Venezuela beim Unternehmen hat.

Gelbe Kabine einer Luftseilbah mit Schriftzug Venezuela. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Westen Venezuelas fährt die Luftseilbahn von der Stadt Mérida auf den Berg Pico Espejo. Doppelmayr/Garaventa Gruppe

Für den Bau einer Seilbahn in der Stadt Mérida schuldet der Staat Venezuela dem Schweizer Unternehmen Garaventa rund 13 Millionen Euro, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

Istvan Szalai, der CEO der Garaventa, rechnet im Gespräch mit dem SRF Regionaljournal Zentralschweiz kurzfristig nicht damit, dass der Staat die Schulden begleichen kann. Aus diesem Grund müsse man Rückstellungen und Abschreibungen machen. Szalai erwartet in der Folge für das aktuelle Geschäftsjahr einen negativen Abschluss.

«  Die Schulden haben erhebliche Auswirkungen auf das aktuelle Geschäftsjahr. Wir werden rote Zahlen schreiben. »

Istvan Szalai
CEO Garaventa AG

Die fehlenden Millionen täten kurzfristig weh, aber es drohten keine personellen Konsequenzen wie Entlassungen. CEO Istvan Szalai: «Die Garaventa ist nicht auf kurzfristige Perioden ausgerichtet, sondern bei uns zählt das langfristige Ergebnis in der Firmengruppe.» Man sei zuversichtlich, dass Venezuela die Schulden bezahlen werde. Nur sei derzeit noch offen, wann dem so sein wird.