Zum Inhalt springen
Inhalt

Zentralschweiz Soziale Institutionen kritisieren Luzerner Sparpläne

Verschiedene soziale Institutionen, die mit dem Kanton Luzern Leistungsvereinbarungen abgeschlossen haben, sollen im neusten Sparpaket einen Beitrag leisten. Schon bei früheren Sparrunden wurden ihnen Beiträge gestrichen.

Frau vor Bild
Legende: Luitgardis Sonderegger, die Direktorin der «Rodtegg», befürchtet wegen der Sparpläne einen Abbau bei der Betreuung. SRF

«Wir können nicht mehr sparen. Wenn wir sollen, dann müssen wir bei der Betreuung abbauen», sagt beispielsweise Luitgardis Sonderegger, die Direktorin der «Rodtegg», die Menschen mit Behinderungen betreut.

Bei anderen Institutionen, die eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Luzern haben, tönt es ähnlich. Sie befürchten, dass sie ihren Auftrag nicht mehr erfüllen können, wenn sie noch mehr sparen müssen.

«Unser grösster Budgetposten ist das Personal. Wir müssen aber eine gute Betreuung gewährleisten können. Und dafür brauchen wir gutes, motiviertes Personal», sagt Luitgardis Sonderegger.

Der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf kontert: «Wir stellen die Menschen, die betreut werden sollen, ins Zentrum. Wir brauchen dafür gut ausgebildete Leute. Aber wir glauben, dass es auch Arbeiten für weniger qualifizierte Leute gibt in diesem Sektor. Und darauf wollen wir Rücksicht nehmen.»

Die sozialen Institutionen sollen im Rahmen des neuen Sparpakets in den nächsten Jahren einen Sparbeitrag von insgesamt 10 Millionen Franken leisten. Noch sind sie an der Umsetzung des Sparauftrags des letzten Sparpakets beim Kanton Luzern.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Wahrlich christliches Verhalten an den Schwächsten der Gesellschaft zu sparen. Ich kann mich nur nicht erinnern, wo in der Bibel steht "Du sollst von den Behinderten und den Kindern nehmen und es den Reichen und den Firmen in den Rachen stecken". Aber ich bin sicher, die CVP-Führung von Luzern und Herr Graf wissen es.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen