Neuer Nachtdienst für alle Spitex Obwalden lanciert 24-Stunden-Angebot

Bisher gab es nachts nur einen eingeschränkten Pikettdienst. Den geplanten Ausbau finanzieren die Gemeinden mit.

Heute können im Kanton Obwalden die Dienste der Spitex von 7:00 bis 22:30 Uhr in Anspruch genommen werden. Während der Nacht gibt es lediglich einen Pikettdienst. Ab Juli 2018 soll nun ein neuer Nachtdienst allen Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons Obwalden zur Verfügung stehen. Diese Pläne bestätigt Irène Röttger, die Geschäftsführerin der Spitex Obwalden, auf Anfrage von Radio SRF.

Für die Einführung des neuen Angebots gibt es laut Röttger eine Reihe von Gründen: «Einerseits ist es von der Spitex Schweiz gewünscht, dass die kantonalen Verbände einen 24-Stunden-Betrieb aufbauen. Andererseits möchten wir der Tatsache Rechnung tragen, dass die Menschen immer älter werden und möglichst lange zuhause gepflegt und betreut werden möchten.»

Dazu komme, dass für die Betroffenen ein gutes soziales Umfeld wichtig sei. «In diesem Sinne sehen wir das neue Angebot als Prävention für Angehörige, dass diese wegen ihres grossen Einsatzes nicht ausbrennen. Hier können wir entlastend wirken», so Irène Röttger weiter.

«  Es wird eine grosse Herausforderung, den Nachtdienst und so zu organisieren, dass nicht zu viele Leerzeiten entstehen. »

Irène Röttger
Geschäftsführerin Spitex Obwalden

Der 24-Stunden-Betrieb soll ab Mitte 2018 vorerst für drei Jahre eingeführt werden. Sämtliche Obwaldner Gemeinden haben dem Ausbau zugestimmt und sich bereit erklärt, eine Anschubfinanzierung zu leisten. Die Spitex rechnet mit Mehrkosten von rund 200'000 Franken. Für den Nachtdienst wird das Team um 1,7 Vollzeitstellen aufgestockt – auf neu gut 50.

Die Unterstützung durch die Gemeinden stellt sicher, dass das Angebot flächendeckend und tatsächlich während der ganzen Nacht aufrechterhalten werden kann. «Es wird sicherlich eine grosse Herausforderung, den Nachtdienst schrittweise hochzufahren und so zu organisieren, dass nicht zu viele Leerzeiten entstehen», sagt Spitex-Geschäftsfüherin Irène Röttger.