Staatsfinanzen Luzern: Schwerzmann vor grosser Herausforderung

Die Finanzlage des Kantons Luzern ist angespannt. Auf der Einnahmenseite fehlt viel Geld, auf der andern Seite muss der Kanton Luzern in den nächsten drei Jahren 220 Millionen Franken sparen. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann spricht von einer «grossen Herausforderung.»

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Bildlegende: Der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann sieht die Kantonsfinanzen in einem guten Zustand. Keystone

Das Luzerner Stimmvolk hat die Liegenschaftssteuer am letzten Wochenende abgeschafft. Für Kanton und Gemeinden bedeuten das Steuerausfälle in der Höhe von 40 Millionen Franken. Weiter schüttet die Nationalbank keinen Gewinn aus, damit fehlen weitere 32 Millionen. Und die Senkung der Unternehmenssteuer hat sich noch nicht wie gewünscht ausgewirkt.

Auf der andern Seite muss der Kanton Luzern mit dem Projekt «Leistungen und Strukturen 2» in den nächsten drei Jahren 220 Millionen Franken einsparen. Dazue haben Regierung und eine Spezialkommission des Kantonsrats ihre Arbeit aufgenommen.

«Nicht den Teufel an die Wand malen»

«Die nächsten drei Jahre sind eine grosse Herausforderung», sagt Finanzdirektor Marcel Schwerzmann im Gespräch mit Radio SRF. Er ist aber überzeugt, dass die Luzerner Kantonsfinanzen in einem guten Zustand sind. «Wir haben viele Schulden abgebaut.»

Weiter verteidigt Marcel Schwerzmann die Steuerstrategie der Regierung. Die Steuererhöhung dürfe nur «vorübergehend» sein, und die Senkung der Unternehmenssteuern werde sich «mittelfristig positiv auswirken.»

Zum Inhalt des Sparpakets äussert sich Schwerzmann noch nicht. Wo gespart werde, will er noch nicht sagen. «Man darf aber nicht heute schon den Teufel an die Wand malen», sagt der Luzerner Finanzdirektor.